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Neue Fettempfehlungen: Sind die notwendig?
 
Nach der Veröffentlichung verschiedener Studien und Übersichtsarbeiten zum Thema gesättigte Fette und koronare Herzkrankheit (KHK) im 2009 und 2010 häufen sich Fragen zu den Fettempfehlungen.

 
Die Meta-Analyse von Siri-Tarino et al., publiziert im American Journal of Clinical Nutrition, fand keinen signifikanten Zusammenhang zwischen der Zufuhr von gesättigten Fettsäuren über die Nahrung und dem Risiko für koronare Herzkrankheit (KHK) bzw. Herz-Kreislauf-Krankheiten.

 

Andere im 2009 publizierte Meta-Analysen von epidemiologischen Kohorten-Studien fanden entweder keine signifikante Erhöhung des KHK-Risikos oder eine schwache Erhöhung des Risikos. Wenn aber gesättigte Fettsäuren durch mehrfach ungesättigte Fettsäuren ersetzt wurden, war das Risiko vermindert.

 

J. Stammler  und andere Expertengruppen haben jedoch festgestellt, dass die Schlussfolgerungen von Siri-Tarino aus methodischen Gründen relativiert werden müssen. Ausserdem darf die Zufuhr gesättigter Fettsäuren nicht isoliert betrachtet werden. Die Meta-Analyse von Jakobsen et al. zeigt deutlich, dass das Risiko für KHK gesenkt werden kann, wenn ein Teil der gesättigten Fettsäuren durch mehrfach ungesättigte Fettsäuren (Omega-6 und Omega-3 Fettsäuren) ersetzt wird. Der Ersatz von gesättigten Fettsäuren durch Kohlenhydrate ist hingegen mit keinen Vorteilen assoziiert.

 

Eine Anpassung der aktuellen SGE-Fettempfehlungen ist daher nicht nötig, was auch in den Stellungnahmen anderer Fachorganisationen zum Ausdruck kommt.


Schweizerische Gesellschaft für Ernährung SGE

18.08.2010 - dzu


 

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