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Sie sind hier: Ernährung » Basiswissen 09. Februar 2010
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Früchte und Gemüse

 

Diese Gruppe umfasst rohes oder zubereitetes Gemüse (ohne Kartoffeln), rohe oder zubereitete Früchte sowie Gemüse- und Fruchtsäfte.

 

Die gesamte Nahrungsmittelgruppe zeichnet sich aus durch einen hohen Gehalt an Wasser und Nahrungsfasern (vgl. Beschreibung der Nahrungsfasern im Kapitel „Getreide und Kartoffeln“).

 

Wichtig ist insbesondere, dass Früchte und Gemüse reichlich Schutzstoffe wie Vitamine (insbesondere Vitamin C sowie Beta-Carotin ), Mineralstoffe und sog. „sekundäre Pflanzenstoffe“ liefern. All‘ diesen Inhaltsstoffen wird eine zentrale Rolle bei der Krankheitsprävention und damit der Gesundherhaltung der Menschen zugeschrieben.

 

Tagesbedarf

5 am Tag in verschiedenen Farben
Pro Tag 3 Portionen Gemüse essen, davon mindestens einmal roh (1 Portion = mind. 120 g Gemüse als Beilage, Salat oder Suppe).

 

Pro Tag 2 Portionen Früchte verzehren (1 Portion = mind. 120 g = 1 „Handvoll“).
Pro Tag kann eine Früchte- oder Gemüseportion durch 2 dl ungezuckerten Frucht- oder Gemüsesaft ersetzt werden.

 

Rolle der Vitamine

Vitamine sind, wie schon ihr Name „vita“ (= Leben) andeutet, Substanzen, die in kleinen Mengen essenziell, d.h. lebensnotwendig sind. Der Organismus kann sie nicht selbst herstellen; daher müssen sie dem Körper über die Nahrung zugeführt werden.

 

Vitamine besitzen folgende Eigenschaften:

  • Sie erfüllen eine Schutzfunktion und beugen Krankheiten vor
  • Sie erhalten das Leben und die Fähigkeit zur Fortpflanzung
  • Sie gewährleisten das Wachstum
  • Sie ermöglichen dem Körper die Verwertung von Energiespendern (Protein, Fett, Kohlenhydrate) und von Mineralstoffen aus der Nahrung.

 

Energiezufuhr

Vitamine liefern keine Energie

 

Quellen

Vitamine sind besonders reichlich in der Nahrungsmittelgruppe Früchte und Gemüse vorhanden. Weitere wichtige Vitamine finden sich in Milchprodukten, Eiern, Fleisch, Hülsenfrüchten, Vollkorngetreide sowie in Fetten und Ölen.

 

Die Vitamine werden in zwei Gruppen unterteilt: in wasserlösliche (Vitamin C und Vitamine der Gruppe B) und in fettlösliche Vitamine (A, D, E, K).

 

Unterversorgung

Vitaminmangel kann Krankheiten verursachen (vgl. Tabelle). Eine leichte Unterversorgung kann Symptome wie Appetitmangel, Müdigkeit oder Reizbarkeit hervorrufen.

 

Überversorgung

Fettlösliche Vitamine werden in der Leber gespeichert. Eine Überdosierung von fettlöslichen Vitaminen (Hypervitaminose) ist insofern schädlich, als diese Vitamine nicht ausgeschieden werden, sondern sich in der Leber anreichern.

 

Überschüssige wasserlösliche Vitamine hingegen werden mit dem Urin ausgeschieden. Eine Überversorgung ist fast immer auf künstliche Vitaminzufuhr durch Vitaminpräparate (Supplementierung) zurückzuführen.

 

 

Schweizerische Gesellschaft für Ernährung (SGE)

 
11.04.2005 - dzu
 
 
 




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