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Sie sind hier: Fokus » Brustkrebs » Aktuell 11. Februar 2012
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Brustkrebs-Erkennung: Magnetresonanz-Tomographie genaueste Methode
 
Zur genauen Erkennung von Krebstumoren in der Brust scheint die Magnetresonanz-Tomographie (MRT) sogar die Untersuchungen mit Mammographie und Ultraschall zu übertreffen, schreiben Deutsche Radiologen im Journal of Clinical Oncology.

Magnetresonanztomographie MRT
 
Die Experten der Universitätsklinik der Universität Bonn untersuchten zwischen 2002 und 2007 700 Frauen, welche alle ein erhöhtes Brustkrebs-Risiko trugen.

 

Sie wurden jährlich mittels MRT, Ultraschall und Mammographie untersucht. Bei 27 der Teilnehmerinnen fanden die Mediziner  Brustkrebs oder Vorstufen von Brustkrebs (so genannte "DCIS", Ductales Carcinoma In Situ).


Trefferquoten:

  • Magnetresonanz-Tomographie (MRT): 93%
  • Ultraschall: 37% Prozent
  • Mammographie: 33%

Bei Frauen mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko sollte zur Früherkennung unbedingt eine MRT gemacht werden, so die Expertengruppe. Die aktuellen Leitlinien, welche das MRT nur zusätzlich zur Mammographie und zum Ultraschall und nur für Frauen in Hochrisiko-Situationen empfehlen, sind demnach veraltet.


Aber: Frauen mit erhöhtem Brustkrebsrisiko sollten nur mittels Mammographie in einem dafür geeigneten und qualitätsgesicherten Programm untersucht werden, so ein Studienkommentar der Deutschen Kooperationsgemeinschaft Mammographie /Link. Denn: Es sei bekannt, dass die MRT nicht geeignet sei für die allgemeine Brustkrebsfrüherkennung.

 

Der Nachteil der MRT: Erstens sind MRT-Untersuchungen teuer und zweitens ist die Rate von unauffälligen Befunden, welche nachher doch abegklärt werden müssen, zu hoch. Deswegen gehört die MRT-Untersuchung keinesfalls in das normale Mammographie-Screening-Programm. Die MRT soll ausschliesslich bei Risiko-Patientinnen zum Zug kommen.

 

Mehr zum Thema


Journal of Clinical Oncology.

02.03.2010 - dzu


 

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