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Sie sind hier: Fokus » Brustkrebs » Aktuell 11. Februar 2012
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Brustkrebs: Nach brusterhaltender Operation möglichst rasch Radiotherapie
 
Eine Untersuchung an über 18'000 Patientinnen nach brusterhaltender Operation zeigte, dass mit jedem Tag verspäteter Strahlentherapie das Risiko eines erneuten Lokaltumors anstieg.

 
Beim lokalen Brustkrebs - ohne Ableger - kann häufig brusterhaltend operiert werden (sogenannte Lumpektomie).

 

Forscher wollten wissen, inwiefern die anschliessende Strahlentherapie ein erneutes Auftreten eines Lokaltumors verhindert.

 

Die 18’050 Teilnehmerinnen im Alter von über 65 Jahren, aus dem Surveillance, Epidemiology and End Results (SEER)-Programm von 1991 bis 2002, mussten im Durchschnitt 34 Tage auf den Beginn der Strahlentherapie warten. 30% der Frauen warteten sogar 6 Wochen. Fehlende Kapazität sowie organisatorische Probleme waren verantwortlich für die Wartezeiten.

 

Resultat: Konnte die Strahlentherapie nicht unmittelbar nach der Operation erfolgen, stieg das Risiko für einen erneuten Lokaltumor bis zu 19%. Das Risiko stieg mit jedem einzelnen Tag, den die Strahlentherapie hinausgezögert wurde. Allerdings betrug das absolute Risiko für einen Rückfall  (Gesamtzahl der Rückfälle bei allen Teilnehmerinnen)  bloss 4%, was  wiederum nicht gross Anlass zur Sorge gebe,  so die Autoren.

 

Ob diese Verzögerung der Strahlentherapie auf das Gesamtsterberisiko, das nach durchschnittlich 5.4 Jahren ermittelt wurde, einen Einfluss hatte, konnten die Forscher nicht feststellen. Dieser Einfluss wäre erst nach 10 bis 15 Jahren zu belegen, was bei den Teilnehmerinnen aus Altersgründen wahrscheinlich nicht mehr möglich ist.

 

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BMJ 2010; 340: c845

09.03.2010 - dzu


 

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