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Sie sind hier: Fokus » Durchfall » Aktuell, Studien 11. Februar 2012
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Probiotika richtig eingesetzt sind sie gesundheitsfördernd
 
Drei von acht Studien beurteilen den Einsatz von Probiotika positiv. Vor allem die Präparate auf der Basis von Lactobazillus erreichen bei bestimmten Erkrankungen eine positive Wirkung, schreibt die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM).

Lactobazillen
Lactobazillen
 

Insgesamt gibt es derzeit acht Studien zur Wirkung von Probiotika bei Schwerstkranken. Drei Studien belegen den Einsatz von Probiotika positiv, drei ausgeglichen und zwei negativ.


Bei akuten, infektiösen Durchfallerkrankungen (z.B. beim Reisedurchfall), chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa), beim Reizdarmsyndrom, bei Kleinkindern mit schweren Darmentzündungen sowie bei Durchfällen während Antibiotika-Therapien ist der Einsatz von Probiotika auf der Basis von Lactobazillen sinnvoll. Dies wurde durch Analysen an über 1000 Patienten bestätigt.


Wichtig ist, Probiotika nicht pauschal einzusetzen. Insbesondere bei bettlägerigen Patienten, wo der Darm sowieso oft nicht gut funktioniert, könnten Probiotika-Therapie mehr schaden als nützen.


Probiotika weden vorwiegend dafür eingesetzt, die Lactose-Verdauung (Verwertung von Milchzucker) anzuregen, krankheitserregende Keime im Darm zu unterdrücken und die Dauer der Durchfälle zu verkürzen. Positive Ergebnisse ergaben Behandlungen mit Probiotika bei Allergien, Neurodermitis sowie bei Infektionen bei Frühgebornen. Probiotika werden entweder als Joghurt eingesetzt oder als Kapsel verordnet. Joghurts mit den Lactobazillus casei defensis und den Lactobazillus casei Shirota-Stämmen wirken positiv bei Durchfällen unter einer Antibiotikatherapie.


Probiotika sollen wie Medikamente nicht einfach eingenommen werden, bei falscher Indikation können sie wie andere Therapeutika unerwünschte Wirkungen haben.


Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM)

01.12.2009 - dzu


 

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