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Sie sind hier: Fokus » Durchfall » Definition / Ursachen 11. Februar 2012
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Definition und Ursachen von Durchfall, Diarrhoe

Magen-Darm-Trakt

 
Etwa neun Liter Flüssigkeit gelangen pro Tag in den Dünndarm, davon ca. zwei Liter durch Nahrungsaufnahme und ca. sieben Liter durch Sekrete der Speicheldrüsen, Magen, Pankreas, Galle und Dünndarm. Anatomie >>

 

90% davon werden im Dünndarm und 8% im Dickdarm rückresorbiert, sodass der Wassergehalt der täglichen Stuhlmenge normalerweise 100 bis 200 ml beträgt. Wenn diese Rückresorption gestört ist oder vermehrt Sekrete produziert werden, kommt es zu Durchfall (Diarrhoe).

 

Treten am Tag mehr als drei wässrige oder breiige Stühle auf, spricht man definitionsgemäss von Durchfall. Bei schwerem oder länger bestehendem Durchfall kommt es zu einem Flüssigkeits- und Mineralsalzverlust des Körpers. Bei älteren Menschen und Kindern kann dieser Zustand schnell lebensbedrohlich werden.  Weitere Risikopatienten sind: HIV-Patienten, Patienten mit Gefässerkrankungen und Blutarmut.

 

Ursachen von Durchfall

  • Akute Magen- und Darminfektionen durch Viren (z.B. Noroviren) oder Bakterien. Die häufigsten Erreger bei uns sind: Kolibakterien ("Sommer-, Reisediarrhoe" durch Fäkalbakterien, z.B. in unsauberen Lebensmitteln oder Trinkwasser), Viren (Darmgrippe), Salmonellen (z.B. durch eine Nahrungsmittelvergiftung mit Eiern, Geflügel oder durch Ansteckung bei erkrankten Personen). In anderen Ländern: Typhus-, Paratyphus-, Cholera-, Ruhrerreger (sogenannte Reisediarrhoe bei Reisen nach Asien, Lateinamerika oder Afrika).
  • Parasiten
  • Angst, Stress, Nervosität
  • Übermässiges Essen von Diätzucker (Sorbit, Mannit) oder übermässige Einnahme von Abführmitteln.
  • Bestimmte Medikamente (z.B. Antibiotika, Abführmittel etc.)
  • Vorausgegangene operative Eingriffe
  • Noroviren oder Rotaviren: diese können eine Epidemie auslösen weil sie vor allem durch direkten Kontakt von Person zu Person übertragen werden. Diese  Durchfallserkrankung kommt häufig in Spitälern und Heimen vor.

Merke: Durchfälle aufgrund einer Infektion mit Viren oder Bakterien sind ansteckend, d.h. es sind besondere Hygienemassnahmen erforderlich.


Durchfälle als Begleitsymptome:

  • Nahrungsmittelallergien (häufig bei Kuhmilchunverträglichkeit, Lactoseintoleranz)
  • Glutenunverträglichkeit, Zöliakie
  • Reizdarm, auch nervöser Darm genannt. Hier treten Durchfall und verschiedene andere Beschwerden wie Blähungen und Völlegefühl, Verstopfung oder Bauchkrämpfe häufig im Wechsel auf, ohne dass eine organische Ursache vorliegt.
  • Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn)
  • Stoffwechselkrankheiten (Schilddrüsenüberfunktion)
  • Krebserkrankungen
  • Strahlentherapie und Krebsmedikamente
  • Fasten

 
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14.05.2009 - dzu, gem
 
 
 



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