|
|
|
|
Neues Verfahren
zur Eizellvorsorge Vitrifikation |
 |
| | Dank neuer Technologien zur Eizellkonservierung (Vitrifikation) haben Frauen die Möglichkeit ihre eigenen Eier für eine spätere künstliche Befruchtung einzufrieren.
Dies sollte jedoch in einem Alter geschehen, in dem die Eizellen eine gute Qualität aufweisen, so die Forscher. Viele Frauen, die eine medizinische Notwendigkeit haben Eizellen einfrieren zu lassen – sei es weil sie zum Beispiel Krebs haben oder eine familiäre Disposition für eine frühe Menopause besteht – warten mit diesem Prozedere häufig bis Ende 30. Aber: Ab dem 35. Lebensjahr sinkt die Chance für eine erfolgreiche künstliche Befruchtung rapide ab.
Ein Team von Reproduktionsmedizinern hat 26 Studien zur Eizellvorsorge mit dem Einfrierverfahren analysiert. Dabei wurden zwei verschiedenen Einfriermethoden verglichen: das übliche, langsame Einfrieren der Eizellen und die neuere Methode der Vitrifikation, bei der die Eier schnell eingefroren werden.
Die Analyse beinhaltete 1‘990 Fertilitätsbehandlungen mit Eizellen, die langsam eingefroren wurden und 291 Behandlungen mit Eiern, die mit der neusten Methode (Vitrifikation) konserviert wurden.
In erster Linie erkannten die Analysten, dass das Alter der Frau bei der Entnahme der Eizellen, eine entscheidende Rolle für den Erfolg einer Befruchtung spielte.
Denn: Wurden die Eizellen vor dem 30. Lebensjahr im Langsamverfahren eingefroren, lag die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen späteren Befruchtung bei 10.4%; bei einer Eientnahme über 40 lag diese noch bei 4.5%. Bei der Vitrifikation zeigte sich die Bedeutung des Alters noch deutlicher: Bei den unter 30jährigen Eizellen lag die Erfolgsrate bei 18.8% und sank bei über 40-Jährigen ebenfalls auf 10.3%.
Die Ergebnisse werden nächstens am Kongress der Amerikanischen Reproduktionsmedizern (ASRM) in Orlando diskutiert, so die Experten.
Aber bereits jetzt schon sind sich die Experten einig, dass das Alter der Frau bei der Eientnahme für den Befruchtungserfolg eine grosse Rolle spielt. Und: Bis jetzt seien sich die Frauen dies nicht bewusst; hier müsse noch ''Erziehungsarbeit'' geleistet werden. Denn: Die Ergebnisse hätten gezeigt, dass die Eizellvorsorge mittels Einfrieren nach dem 35. Lebensjahr nicht mehr viel Sinn mache.
Bisherige Erfahrungen zeigten, dass der Gipfel für eine erfolgreiche Befruchtung beim 37. Lebensjahr liege. Und: Genau in diesem Alter gäbe es die meisten Frauen, die ihre Eizellen einfrieren lassen möchten. Meist sei die Story die selbe: Die Frauen sind seit ein paar Jahren mit einem Mann zusammen, mit dem sie sich ein gemeinsames Kind vorstellen können. Sie wird sich bewusst, dass ihre biologische Uhr tickt und wäre bereit für ein Kind. Er aber nicht. Also machen sich die Frau Gedanken über die Vorsorge und kommen mit dem Wunsch der Eizellvorsorge zum Gynäkologen.
Mehr zum Thema
|