Endometriose - Was ist es?
Bei der Endometriose handelt es sich um Wucherungen ausserhalb der Gebärmutterhöhle, bestehend aus Zellen der Gebärmutterschleimhaut.
Am häufigsten finden sich diese verschleppten Zellen im Beckenbereich, in den Eierstöcken sowie in der Nähe der Gebärmutter.
In seltenen Fällen wandern die Zellen in andere Organe wie Darm und Blase. Vereinzelt werden solche Endometriome auch in der Lunge, im Herz und in der Harnblase gefunden.
Die verschleppten Schleimhautzellen sind hormonabhängig und machen die gleichen zyklischen Veränderungen mit wie die Gebärmutterschleimhaut. Das monatliche Blut wird dabei zum Teil nicht nach aussen ausgeschieden, sondern sammelt sich im Körper an – man spricht hier von einer retrograden Menstruation.
Manchmal dominieren die Beschwerden, welche sich vor allem in starken Schmerzen oder Unwohlsein äussern. In anderen Fällen führt die Endometriose zu ungewollter Unfruchtbarkeit und damit zu Kinderlosigkeit. Bei etwa 50% der Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch ist eine Endometriose-Erkrankung die Ursache. Selten kann die Endometriose andere Organe schädigen.
Lange Zeit wurde das Leiden nicht als Krankheit erkannt und auch heute vergehen oft viele Jahre, bis die Diagnose gestellt wird. Der Grund dafür ist das bei den Frauen häufig sehr unterschiedliche Beschwerdebild.
Dank moderner Untersuchungsmethoden kann die Diagnose - wenn daran gedacht wird - sicher gestellt und eine entsprechende Behandlung eingeleitet werden. Eine Heilung der Endometriose gibt es nicht und selbst nach einer Behandlung besteht ein relativ grosses Rückfallrisiko, welches aber heute dank moderner Hormonbehandlung vermindert werden kann. Für die Behandlung ist die Zielformulierung wichtig.
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| 08.03.2011 - dzu, dde |
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