Experten äussern sich zur HPV-Impfung
Kurze Statements zur HPV-Infektion und zur Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs:
Prof. Dr. Harald zur Hausen, Entdecker des HP-Virus im Zusammenhang mit Gebärmutterhalskrebs und Nobelpreisträger 2008:
''Einer der Impfstoffe wurde in Studien mit mehr als 25’000 jungen Frauen geprüft, ohne dass Sicherheitsbedenken auftraten. Es liegen durch die Impfung selbst inzwischen grosse Erfahrungen vor, die für die Sicherheit des Impfstoffs sprechen und auch für seine hohe Effektivität.
Denn frühe Zellveränderungen, die dem Gebärmutterhalskrebs vorausgehen, werden zumindest für die im Impfstoff enthaltenen HPV-Typen durch die Impfung zu nahezu 100% verhindert.''
Dr. Claudia Canonica, Oberärztin an der Klinik für Gynäkologie, Uni-Spital Zürich, Spezialgebiet HPV-Infektionen:
''Eine Studie mit knapp 18'000 Frauen hat gezeigt, dass eine Impfung gegen HPV auch für Frauen von 20 – 26 Jahren sinnvoll sein kann.''
Prof. Dr. med. Michael D. Müller, Chefarzt der Frauenklinik Inselspital Bern:
Viele Ärzte sagen, die Impfung lohne sich nicht mehr, wenn ein Mädchen schon Verkehr hatte. Stimmt das?
''Wenn immer möglich sollte die Impfung vor dem ersten Geschlechtsverkehr stattfinden. Aber auch nach dem 20. Lebensjahr lohnt sich eine Impfung, wenn der PAP-Abstrich, das heisst die Krebsvorsorgeuntersuchung, unauffällig ist. Eine HPV-Typisierung braucht es dazu nicht. Ein PAP-Abstrich reichtvollkommen. Die Impfung ist von Swissmedic bis 26 Jahre zugelassen.''
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| 04.10.2011 - dzu |
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