Spezielle Haaruntersuchung: Das Trichogramm
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Trichogramm-Haarentnahme |
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Das Trichogramm ist eine Untersuchung der Haarwurzel, um die Ursachen des Haarausfalls zu ermitteln. Dem Patienten werden dazu Haare entnommen und deren Zustand und die individuelle Entwicklungsphase mikroskopisch bestimmt.
Das Trichogramm hat für die Diagnose von krankhaftem Haarausfall die gleiche Bedeutung wie ein Blutbild für die Diagnose anderer Krankheiten. Man versteht darunter eine mikroskopische Untersuchung der Haarwurzeln und -schäfte, die an mitsamt der Wurzel ausgezupften (epilierten) Haaren vorgenommen wird. Der Arzt entnimmt dem Patienten dazu etwa 50 Haare an exakt festgelegten Stellen am Kopf und untersucht deren Entwicklungsstadium und Zustand mikroskopisch.
Der Arzt vergleicht im Zuge der Auswertung die Trichogramme der verschiedenen Kopfzonen. Dabei achtet er besonders auf krankhafte Veränderungen der Haarwurzeln z.B. Verkrümmungen, Bruchstellen oder vom normalen Aufbau stark abweichende Haare.
Ermittlung des Haarwurzelstatus
Anhand des untersuchten Zustandes der Haarschäfte und des ermittelten Mengenverhältnisses der Haare, die sich jeweils in der Wachstums-, Übergangs- und Ruhephase befinden, kann der Arzt feststellen, ob eine androgenetische Alopezie, d.h. ein erblich bedingter Haarausfall vorliegt: In diesem Fall befinden sich wesentlich weniger Haare in der Wachstumsphase, wohingegen sich zwischen 30 und 50% der Haare in der dem Absterben und Ausfallen vorangehenden Ruhephase befinden. (siehe auch die Rubrik Fakten)
Aussagekraft des Trichogramms
Da das Trichogramm an epilierten Haaren durchgeführt wird, dient diese Methodik eher der Prognose des in den zwei bis drei Folgemonaten zu erwartenden Haarausfall-Verlaufs als einer Ermittlung der an der Haarwurzel abgelaufenen Vorgänge vor dem Entnahmedatum. Trichogramme zeigen weiterhin schubartige Verläufe von Haarausfällen auf, wie sie etwa für die androgenetische Alopezie typisch sind.
In Interimszeiten, in denen der Haarausfall temporär zum Stillstand kommt, wird sich auch das Trichogramm weitgehend normalisieren. Bei Frauen spiegelt es zudem Schwankungen des Hormonhaushalts wieder, wie er z.B. durch Wechsel von Kontrazeptiva oder Blutungsstörungen verursacht wird.
Kreisförmiger Haarausfall
Liegt ein kreisförmiger Haarausfall vor, liefert das Trichogramm ähnliche Ergebnisse wie bei der androgenetischen Alopezie: Auch hier ist der Anteil an Haaren, die kurz vor dem Ausfallen stehen (Telogenhaare), erhöht und kann einen prozentualen Anteil von bis zu 80% ausmachen. Ausserdem zeigt der Haarschaft unregelmässige Farbstoffablagerungen.
Findet man am Rand der haarlosen Bereiche gehäuft Telogenhaare, muss mit einem weiteren Fortschreiten der Erkrankung gerechnet werden.
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| Mediscope |
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| 13.05.2004 - dzu |
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