Wie wird die Diagnose bei Haarausfall gestellt?
Bei der androgenetischen Alopezie beim Mann in ihrer charakteristischen Ausprägung ist die Diagnose einfach zu stellen und weitere Abklärungen sind nicht notwendig. Anders verhält es sich bei allen entzündlichen oder narbigen Veränderungen: Hier ist der Besuch beim Facharzt - dem Dermatologen (Hautarzt) - angebracht.
Der Spezialist hat bei Problemfällen die Möglichkeit zu weiteren Untersuchungen wie z.B. Haarwurzeluntersuchung (Trichogramm), mikroskopische Untersuchung von Hautproben oder Blutuntersuchungen. Nicht-fachärztlich angebotene "Spezialuntersuchungen" wie z.B. Haarmineralanalysen, in denen der Gehalt der Haare an Giftstoffen, Schwermetallen und Spurenelementen bestimmt wird, sind eher kritisch zu werten, da sie oft nicht hilfreich sind und eher zur Verwirrung des Patienten, als zu nützlichen Schlüssen führen.
Die präzise Diagnose ist in jedem Fall Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie. Eine solche sollte die Ursachen behandeln ("an der Wurzel packen") und sich an der Entstehung der Krankheit orientieren. Wo dies nicht möglich ist, sollten Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Studien die Grundlage bilden.
Um eine wirksame Therapie gegen die individuell vorliegende Form des Haarausfall entwickeln zu können, muss der Arzt zunächst Form und Ursachen des Phänomens klären. Dazu steht ein Gespräch zum Verlauf des Haarausfalls im Vordergrund, gefolgt von Untersuchungen des Körpers und der Haare.
Meist ist die spezifische Form des Haarausfalls für den behandelnden Arzt leicht einzuordnen, und nur in spezifischen Einzelfällen bereitet dem Mediziner die Diagnose Schwierigkeiten. In einem solchen Fall führt er ein ausführliches Diagnosegespräch mit seinem Patienten und wendet dann verschiedene Untersuchungsverfahren an: Zum diagnostischen Instrumentarium gehört dabei die körperliche Untersuchung ebenso wie die chemische Haaranalyse gesammelter ausgefallener Haare. Grundsätzlich gilt es abzuklären, welche Art von Haarproblem vorliegt. Es kann sich dabei handeln um:
Effluvium (Haarausfall) oder Alopezie (Haarlosigkeit)
Zur genauen Bestimmung des Krankheitstyps hilft die genaue Angabe des Patienten über den täglichen Haarverlust: Etwa 100 ausgefallene Haare pro Tag sind normal - und es liegt keine der beiden Haarerkrankungen vor.
In die Untersuchung des individuellen Phänomens des Haarausfalls werden auch jahreszeitliche Schwankungen und individuelle Angewohnheiten bei der Haarpflege berücksichtigt, um zu einem sicheren diagnostischen Ergebnis zu gelangen, anhand dessen die Therapie individuell ausgerichtet wird.
Abgebrochene Haare können entweder auf kosmetische Schäden oder die typischen Haarschäden bei Alopecia areata zurückgeführt werden. Dicke Haarschäfte weisen auf eine Störung der Wachstumsphase hin.
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| 13.05.2004 - dzu |
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