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Sie sind hier: Fokus » Haut-/Sonnenschutz » Aktuell 22. Mai 2012
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Vitamin D-Mange bei hellhäutigen Menschen häufig
 
Menschen mit heller Haut entwickeln leichter einen Sonnenbrand und sind daher weniger oft an der Sonne als Dunkelhäutige. Dies mag der Grund sein, warum hellhäutige Menschen oft nicht genügend Vitamin D in der Haut bilden, wie Forscher der Universität Leeds berichten.

 
Die Forscher untersuchten 1‘200 Personen auf die Vitamin-D-Konzentration hin. Bei 730 lag der Wert unter 60 nmol pro Liter. Die Hellhäutigen wiesen dabei deutlich häufiger tiefe Vitamin-D-Werte auf.

 

Allerdings sind sich hier selbst Experten nicht einig, ab welchem Wert tatsächlich von einem  Vitamin-D-Mangel gesprochen werden soll.  Als Normalwert gilt ein Spiegel von 60-105 nmol/l.  Forscher der Cancer Research UK zum Beispiel sagen, dass erst ein Wert unter 25nmol/l gesundheitsschädigend sei.

 

Nach Ansicht von Experten erhöhen suboptimale  Vitamin-D-Werte das Krebs- sowie das Herz-Erkrankungsrisiko. Einige Untersuchungen lassen sogar vermuten, dass eine erhöhte Vitamin-D Zufuhr vor Brustkrebs und vor Darmkrebs schützt.

 

Die aktuelle Britische Studie untersuchte den Einfluss von Vitamin-D auf das Risiko für den schwarzen Hautkrebs (Melanom). Patienten mit schwarzem Hautkrebs und gesunde Personen wurden zu ihrem Freizeitverhalten befragt. Es zeigte sich, dass die Briten ihre Vitamin-D-Reserve vor allem an den Wochenenden auffüllen Der Urlaub im Sommer hingegen spielte dabei eine geringere Rolle.

 

Laut Berechnungen der Studienleiterin müsste man sich für eine ausreichende Vitamin-D-Reserve  an den Wochenenden aber mindestens 6 Stunden an der Sonne aufhalten. Dies sei aber genau das Problem von hellhäutigen Menschen: Sie entwickeln schneller  einen Sonnenbrand, welcher das Hautkrebsrisiko erhöht. Damit würde die vorbeugende Wirkung des Vitamins-D zunichte gemacht. Ihnen empfehlen die Forscher daher zusätzlich Vitamin-D-Präparate einzunehmen.

 

Frühere Forschungen der Expertin hatten eine sehr komplexe  Beziehung zwischen Sonnenexposition und schwarzem Hautkrebs ergeben. Als wichtigste Risikofaktoren nennt die Forscherin Ferienaufenthalte in  sonnigen Gegenden – ausserhalb der Heimat - und Sonnenbrände. Der  berufsbedingte Aufenthalt an der Sonne oder Sonnenbäder nur an den Wochenenden in der Heimat hatten dagegen einen geringeren Einfluss auf das Hautkrebsrisiko.

 

Ob und ab welchem Wert Vitamin D tatsächlich vor einem Melanom schützt, sei aber fraglich und müsse durch weitere Studien eruiert werden.

 

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10.10.2011 - dzu


 

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