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Sie sind hier: Fokus » Herz / Herz-Kreislauf » Aktuell 22. Mai 2012
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Bluthochdruck: Medikamente besser abends statt morgens einnehmen
 
Üblicherweise werden Medikamente gegen Bluthochdruck morgens eingenommen. Die Einnahme abends scheint jedoch sowohl zur Blutdrucksenkung als auch hinsichtlich des Herz-Kreislaufrisikos Vorteile zu bringen, wie eine Spanische Studie an Patienten mit Bluthochdruck und gleichzeitiger Nierenerkrankung zeigt.

Blutdruckmessung
in der Praxis
 
661 Patienten mit Bluthochdruck und chronischer Nierenerkrankung nahmen an der Studie teil.

 

Eine Gruppe der Teilnehmer nahm ihre blutdrucksenkenden Medikamente - wie allgemein üblich - morgens ein; eine andere Gruppe schluckte mindestens eines der blutdrucksenkenden Medikamente  abends.

 

Während durchschnittlich 5.4 Jahren wurde bei den Patienten in regelmässigen Abständen (mindestens aber einmal jährlich) eine 48-Stunden-Blutdruckmessung zur Überprüfung der Blutdruckeinstellung vorgenommen. Die Forscher interessierte vor allem, ob die Abendeinnahme folgende Herz-Kreislauf-Komplikationen besser verhindert: Tod durch ein Herz-/Hirn-Ereignis, Herzinfarkt, Schlaganfall, Angina pectoris oder Herzschwäche verhindert.

 

Resultat: Verglichen mit der Morgeneinnahme reduzierte die abendliche Einnahme von mindestens einem Blutdrucksenker bei den Teilnehmern das Risiko für ein Herz-, Hirn-Ereignis um etwa 70%.

 

Ausserdem wiesen deutlich mehr Patienten unter der Abendeinnahme bessere – insbesondere nächtliche - Blutdruckwerte auf: Pro 5mmHg Nachtabsenkung des oberen Blutdruckwertes sank damit das Herz- sowie Schlaganfall-Risiko um 14%.

 

Bei Bluthochdruckpatienten mit chronischer Nierenerkrankung verbesserte die abendliche Einnahme ihres Blutdrucksenkers die Blutdruckwerte und senkte auch das Herz-Kreislauf-Risiko, war das Fazit der Autoren.

 

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10.11.2011 - dzu


 

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