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Sie sind hier: Fokus » Herz / Herz-Kreislauf » Aktuell 22. Mai 2012
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Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Meist ist ein ungesunder Lebensstil schuld
 
39% aller Frauen und 33% der Männer in der Schweiz sterben an den Folgen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. 80% der Herzkrankheiten entstehen auf Grund eines ungesunden Lebensstils, nur wenige entstehen durch nicht beeinflussbare Faktoren. Dies die nüchterne Bilanz des diesjährigen Frauengipfels.

Für Frauen
bedeutet Rauchen
das grössere
Herz-Infarktrisiko
 
Laut WHO müssen in der westlichen Zivilisation mindestens ein Drittel aller Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf Faktoren wie Nikotin- und Alkoholkonsum, Bluthochdruck, hohen Blutfettwerten sowie Übergewicht, zurückgeführt werden.

 

Dazu kommen noch andere Risikofaktoren wie Diabetes, Bewegungsmangel und psychosozialer Stress; auch dies sind Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen. Etwa 90% aller Herzinfarkte weltweit entstehen aufgrund der genannten Risikofaktoren.

 

Allen voran steht der Bluthockdruck: 20% der Frauen und 32% der Männer in der Schweiz leiden unter leicht erhöhten Blutdruckwerten (140/90-160/100 mmHg), wie die Schweizer Herzstiftung nach einer Untersuchung schreibt. 8% der Frauen und 13% der Männer haben einen mässig bis stark erhöhten Bluthochdruck (mehr als 160/100 mmHg).

 

Herzoperationen sind in der Schweiz bei Männern häufiger als bei den Frauen. Ab dem 45. Lebensjahr steigt die Zahl dieser Eingriffe bei beiden Geschlechtern markant an. 21% aller 75 jährigen Männer haben mindestens einen solchen Eingriff hinter sich; bei den Frauen liegt diese Rate bei 7%.

 

Unterschiede bei Frauen und Männer – Warum?

Die Gefässe des Herz-Kreislaufsystems werden durch Bluthochdruck, hohe Blutfettwerte und hohe Blutzuckerwerte irreparabel geschädigt. Vor den Wechseljahren sind die Gefässe der Frauen durch Hormone geschützt. Dieser Schutz nimmt jedoch nach der Menopause rasch ab. Insgesamt sterben mehr Frauen an einem Herzinfarkt als Männer.

 

Frauen reagieren auf gewisse Risikofaktoren empfindlicher  als Männer. So steigt die Wahrscheinlichkeit bei einer Raucherin an einem Herzinfarkt zu sterben um 227 Prozent, gegenüber  Nichtraucherinnen. Bei den männlichen Rauchern liegt die Rate vergleichsweise bei 75% gegenüber Nichtrauchern. Auch auf Alkohol reagiert die Gesundheit der Frau schneller als beim Mann. Frauen bekommen dadurch häufiger ein Vorhofflimmern oder Herzrhythmusstörungen.

 

Herz- oder Hirninfarkt – die Unterschiede

Die typischen Beschwerden eines Herzinfarktes sind:
Druckgefühl hinter dem Brustbrein, Engegefühl, Brennen, Schmerzen, die in den Arm (meist der linke Arm) ausstrahlen, Schmerzen an Hals, Schulter, Oberbauch, Rücken, Übelkeit, Atemnot, Angstgefühl.

 

Bei Frauen sind die typischen Anzeichen eines Herzinfarktes oft weniger stark ausgeprägt oder haben sogar einen anderen Charakter, sodass sie deshalb oft nicht als Zeichen eines Herzinfarktes gewertet werden. So werden von Frauen oft vorrangig Schmerzen im Oberbauch, verbunden mit Übelkeit und Erbrechen angegeben. Und: Viele Betroffene haben im Voraus gar keine Beschwerden  - der Infarkt trifft sie dann „wie aus heiterem Himmel“.

 

Es ist wichtig, dass bei Auftreten solcher Beschwerden möglichst rasch behandelt wird. Denn: Zwei Drittel der Betroffenen, sterben im Verlauf von ca. 28 Tagen nach auftreten der ersten Symptome bereits vor der Spitaleinlieferung.

 

Vorbeugung: Gesunder Lebensstil, Achtsamkeit gegenüber Symptomen

Mit Vermeidung der oben genannten Lifestilefaktoren, einer ausgewogenen Ernährung und viel Bewegung, kann (Herz-Gefässerkrankungen  vorgebeugt werden und zwar auch dann, wenn zum Beispiel ein familiäres Risiko für Herz-/oder Hirninfarkt (Schlaganfall) vorliegt. Regelmässige Kontrollen der Blutfett,- Blutzucker- sowie der Blutdruckwerte werden von den Experten empfohlen. Einige Kontrollen können in der Apotheke durchgeführt werden, andere Faktoren kann der Hausarzt prüfen. Je nach dem müssen bereits leicht erhöhte Werte medikamentös behandelt werden.

 

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womenshaelth, swissheart

07.11.2011 - dzu


 

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