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Sie sind hier: Fokus » Herz / Herz-Kreislauf » Aktuell 08. Februar 2012
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Taillenumfang wichtiger als Body-Mass-Index zur Herz-Risikobeurteilung
 
Viele Jahre galt der BMI als wichtigste Faktor zur Risikovorhersage für Herzinfarkt Schlaganfall oder kardiovaskuläres Todesrisiko. Wissenschaftler behaupten nun, dass der Taillenumfang eine viel wesentlichere Aussage macht.

 
Die meisten Statistiken, welche das Körpergewicht einer Bevölkerung beurteilen beruhen auf den Erhebungen durch den Body-Mass-Index  (BMI).

 

Immer mehr zweifeln Forscher aber an der Relevanz und gesundheitlichen Voraussagekraft des BMI. Nicht die Menge,  sondern die Vereilung des Körperfettes (Bauch oder Hüfte) ist für bestimmte Krankheiten offenbar entscheidend. So kann zum Beispiel das Taillenfett schädliche Fettsäuren und diverse Botenstoffe in den Körper abgeben und Entzündungen in den Gefässen hervorrufen, was wiederum zu Arteriosklerose führt. Hüft- Oberschenkel- und Gefässfett hingegen steigern das Herz-Kreislaufrisiko nicht.

 

Die Wissenschaftler suchen nun die gesundheitliche Idealverteilung. Sie untersuchten dazu 11'000 Personen nach BMI, Taillenumfang (WHR) und  WHtR (= Taillenumfang geteilt durch die Körpergrösse).

Die Teilnehmer wurden im Schnitt drei bis acht Jahre beobachtet und die gesundheitliche Entwicklung aufgezeichnet. Es zeigte sich klar, dass der WHrT stärker auf das Herz- oder Schlaganfallrisiko hinweist als der Taillenumfang (WHR) oder der Body-Mass-Index (BMI). Je höher der WHrT, desto grösser war das Risiko.

 

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The Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism (doi:10.1210

09.03.2010 - dzu


 

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