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Sie sind hier: Fokus » Heuschnupfen » Aktuell 11. Februar 2012
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Heuschnupfen – Desensibilisierung im Winter
 
Wer denkt schon im Winter an Heuschnupfen? Heuschnupfen-geplagte sollten aber bereits im Herbst , spätestens im Frühwinter an den nächsten Pollenflug denken. Eine Allergologin erklärt warum.

Die Fachärztin Frau Dr. med. Andrea Reimers erklärt, welches der richtige Zeitpunkt ist, eine Immuntherapie (Desensibilisierung) zu beginnen, was diese präventive Massnahme beinhaltet, um so den Körper an künftige Allergene (z.B. Pollen) zu gewöhnen.

 

Legende zum Interview

Frau Dr. med. Andrea Reimers

Frau Dr. med. Andrea Reimers, Fachärztin für Allergologie und Immunologie, Bern

 

 

 

Sprechzimmer: Frau Reimers: Im Winter an Heuschnupfen denken, warum?

Frau Dr. med. Andrea Reimers

 

Einige Baumpollen sind – je nach Witterung - bereits im Januar in der Luft. Bei einigen Patienten können sogenannte „Erkältungen“ durch eine Baumpollenallergie bedingt sein.

 
 

 

Sprechzimmer: Was können Heuschnupfen- Geplagte im Herbst und Winter unternehmen?

Frau Dr. med. Andrea Reimers

 

Wer seine Pollenallergie ursächlich behandeln will, sollte eine allergologische Abklärung durchführen mit der Frage nach Durchführung einer spezifischen Immuntherapie (auch Allergie-Impfung). Diese 3-5 jährige Therapie beginnt man ausserhalb der Pollenzeit, also im Herbst, spätestens im Frühwinter. Viele Patienten spüren bereits im 1. Frühling eine deutliche Besserung der Symptome.

 
 

 

Sprechzimmer: Wie genau funktioniert die Allergie-Impfung?

Frau Dr. med. Andrea Reimers

 

Eine geringe Dosis der Allergen-Lösung wird ins Fettgewebe im Oberarm gespritzt. Die Dosis wird langsam gesteigert und das Immunsystem so umprogrammiert, dass der Körper bei erneutem Kontakt in der Pollensaison nicht mehr mit Schnupfen oder sogar Asthma reagiert.

 
 

 

Sprechzimmer: Gibt es Alternativen zu den Spritzen?

Frau Dr. med. Andrea Reimers

 

Die so genannte sublinguale Therapie ist eine Alternative zum Spritzen. Hier werden Tröpfchen in aufsteigender Dosierung oder eine Tablette unter die Zunge gelegt und dann geschluckt. Vorteil: Der Patient kann dies zu Hause durchführen. Nachteil: Der Langzeiteffekt (bleibende Wirkung nach Therapie-Ende) ist aktuell noch zu wenig untersucht.

 
 

 

Sprechzimmer: Werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen?

Frau Dr. med. Andrea Reimers

 

Die Grundversicherung übernimmt die Kosten der Immuntherapie.

 

Wir danken Frau Dr. Andrea Reimers für das spontane Interview herzlich.

Ein ausführliches Interview zum Thema Desensibilisierung bei Heuschnupfen, finden Sie hier >>

Dr. med. Andrea Reimers ist Fachärztin FMH für Allergologie und Immunologie und führt zusammen mit ihrem Ehemann eine Praxis in Bern.


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27.01.2009 - dzu


 

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