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Sie sind hier: Fokus » Heuschnupfen » Behandlung 11. März 2010
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Heuschnupfen: Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten

Wie stellt der Arzt die Diagnose?

  • Anhand der Symptome, die der Patient schildert (Anamnese).
  • Hauttests
  • Antikörpernachweis aus einer Blutuntersuchung
  • Provokationstests. Dabei wird der verdächtige Stoff unter ärztlicher Aufsicht in die Nase, auf die Bronchial- oder Konjunktivalschleimhaut aufgebracht.

 

Behandlungsmöglichkeiten bei Heuschnupfen

Zur Behandlung eines Heuschnupfens gehören:

  • Expositionsprophylaxe
  • Symptombehandlung
  • Hyposensibilisierung


Expositionsprophylaxe (Vorbeugende Behandlung)

Sich voll und ganz vor den Pollen zu schützen geht fast nicht. Aber mit folgenden Tipps können Patienten den Pollenkontakt wirksam reduzieren:

  • Im Freien wenn immer möglich eine gut anliegende Brille tragen.
  • Sportliche Tätigkeiten wenns geht in die frühen Morgenstunden oder in die Abendstunden verlegen.
  • Jeden Abend Haare Waschen um die Pollen auszuspülen und die Kleider wechseln.
  • Schlafzimmerfenster wenn immer möglich geschlossen halten oder mit einem Pollengitter an den Fenstern ausstatten.
  • Autofahren mit geschlossenen Fenstern.

 

Behandlung der Symptome

Bei leichten Beschwerden:

  • Antihistaminika (Antiallergika, entzündungs- und allergiehemmend) reduzieren den Juck- und Niesreiz.
  • Abschwellende Nasentropfen oder –sprays: nicht dauerhaft anwenden, da sie die Nasenschleim austrocknen.

Antihistaminika können bedenkenlos längerfristig eingesetzt werden.
 
Bei stärkeren Beschwerden:

  • Nasensprays oder Augentropfen mit Kortison können bei der allergischen Rhinitis (Nasenschleimhautenthzündung)eingesetzt werden.

Neuesten Studien zur Folge können die Kortisonpräparate ebenfalls längerfristig eingesetzt werden. Es kann gelegentlich zu Reizungen der Nasenschleimhaut, zu trockenen Schleimhäuten oder Nasenbluten kommen.

 

Hyposensibilisierung

Diese kontrovers diskutierte Methode ist ein Behandlungsverfahren. Damit wird der Körper langsam an den allergieauslösenden Stoff gewöhnt. Es werden kleine Mengen des Allergens verabreicht, später wird die Dosis erhöht.

 

Es ist eine langwierige und kostenintensive Behandlung (2-3 Jahre). Kritiker halten die Methode für unzuverlässig, teuer, potentiell gefährlich und sehr aufwendig. Es gibt Mediziner, die auf die Hyposensibilisierungsmethode schwören.
 
Wer soll sich impfen lassen?
Betroffene, die unter sehr starken und langandauernden Beschwerden, insbesondere an saisonalabhängigem Asthma leiden, können sich eine Allergie-Impfung machen lassen. Die Impfung kann nach Empfehlung des Spezialisten (Allergologen) beim Hausarzt gemacht werden.

 

Eine Schluckimpfung (sublinguale Immuntherapie) kann aktuell noch nicht empfohlen werden, da noch zu wenig wissenschaftliche Studien vorliegen.

 

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