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Sie sind hier: Fokus » Heuschnupfen 23. Mai 2013
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Heuschnupfen: Immuntherapie im Herbst
 
Die Pollen fliegen länger und sind aggressiver. Für Heuschnupfen-Geplagte ist der Herbst die richtige Zeit um eine Immuntherapie zu beginnen.

 
Die Pollensaison dauert zunehmend länger, die Pflanzen produzieren immer mehr Pollen und diese sind durch die gestiegenen Umweltbelastungen auch immer aggressiver. Bleibt die Allergie unbehandelt, können sich schwere Atemwegserkrankungen bilden.

 

Einen Ausweg bietet die spezifische Immuntherapie. Damit kann das Immunsystem wieder an seine ursächliche Aufgabe erinnert werden und eine langfristige Erleichterung erzielt werden. Der richtige Zeitpunkt, um das gestresste Immunsystem zu kurieren, ist die beginnende, belastungsfreie Zeit, der Herbst.

 

Menschen, die an einer Allergie den Blütenstaub - so genannte Pollen - diverser Bäume, Sträucher, Gräser, Getreidearten oder Kräuter leiden, können im Herbst endlich wieder auf- und beschwerdefrei durchatmen. Denn mit Beginn der kühlen Jahreszeit setzen die Pflanzen kaum mehr Blütenstaub frei und die Pollensaison geht zu Ende.

 

Bereits Mitte Januar schwirren die ersten Pollen durch die Luft. "Auf Grund der globalen Klimaerwärmung dauert die Pollensaison immer länger", beschreibt Dr. Peter Ostertag, Leiter der HNO-Abteilung am Bezirkskrankenhaus Kufstein den wenig erfreulichen Trend. "Durch die wachsende Kohlendioxid-Konzentration der Luft produzieren die Pflanzen immer grössere Mengen Pollen. Die Schadstoffe in der Luft machen die Pollen-Allergene zusätzlich noch aggressiver."

 

Immuntherapie kann vor schweren, chronischen Schäden schützen

Wer den lästigen "Heuschnupfen" auf die leichte Schulter nimmt, muss mit schweren, chronischen Beschwerden rechnen. Bleibt die Allergie unbehandelt, kann sie sich auf Bronchien und Lunge ausweiten und schweres, chronisches Asthma verursachen. Eine vollständige Heilung ist dann nicht mehr möglich.

 

Wirksamen Schutz davor bietet die spezifische Immuntherapie (auch Allergie-Impfung oder Hypo-Sensibilisierung) genannt. "Untersuchungen haben gezeigt, dass diese Behandlungsform, konsequent durchgeführt, eine konsequent durchgeführte spezifische Immuntherapie die allergische Erkrankung stoppen und einen chronischen Verlauf verhindern kann", so Ostertag.

 

Es gibt zahlreiche gute Wirkstoffe, die allergische Symptome bei Auftreten abschwächen und so erträglich machen. Allerdings tretenkehren die Beschwerden beim nächsten Pollenflug in gleicher Intensität wieder auf. Ostertag: "Einzig die - auch von der WHO empfohlene - spezifische Immuntherapie bekämpft nicht allein die Symptome, sondern konzentriert sich auch auf die zugrunde liegende Ursache und schafft so dauerhafte Erleichterung. Zahlreiche klinische Studien belegen die Wirksamkeit und gute Verträglichkeit dieser Behandlungsmethode, die seit Jahren mit grossem Erfolg angewendet wird."

 

Therapiebeginn im Herbst

Die belastungsfreie Zeit (Herbst, Winter) ist ideal, um mit der Immuntherapie zu beginnen. "Da der Körper über die Herbst- und Wintermonate kaum Allergenen ausgesetzt ist, kann er langsam und sanft an den Allergieauslöser gewöhnt werden und eine Grundimmunität aufbauen", so der HNO-Facharzt. "Die Patienten spüren meist im nächsten Frühjahr eine deutliche Besserung der Symptome."

 

Das Therapieprinzip ist einfach: Eine geringe Dosis des Allergie-Auslösers wird in die Haut injiziert oder unter die Zunge getropft. Die Konzentration wird allmählich gesteigert und das Immunsystem damit so zusagen trainiert, bis sich der Körper schliesslich an das Allergen gewöhnt hat und nicht mehr überreagiert. Die Behandlung dauert drei Jahre. Der Therapieerfolg hält auch nach Ende der Behandlungszeit meist noch viele Jahre an, manchmal ist sogar eine dauerhafte Heilung zu erzielen.

 

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pte

08.10.2006 - dzu


 

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