Heuschnupfen: Kreuzallergien
Immer mehr Heuschnupfen-Betroffene stellen mit Schrecken fest, dass sie zunehmend auch auf Nahrungsmittel allergisch reagieren.
Die plötzliche Unverträglichkeit gegen bestimmte Nahrungsmittel ist keine neue Allergie, sondern die Reaktion auf ein bekanntes Allergen in einer anderen "Verpackung". Hier spricht man von einer so genannten "Kreuzreaktion". Ursache für eine solche Kreuzallergie sind Substanzen, die in bestimmten Lebensmitteln enthalten sind und die eine molekulare Verwandtschaft mit den Allergieauslösern von Pollen aufweisen.
Gefahr wird unterschätzt
Bereits die kleinste Menge eines Allergens reicht aus, um eine Reaktion auszulösen. Natürlich ist es am wichtigsten, den bekannten Allergenen auszuweichen und diese grundsätzlich zu meiden. Das ist aber oft nicht möglich, da überall auch mit verborgenen „Gefahren“ gerechnet werden muss. Die Beschwerden, die sofort nach dem Verzehr eines Lebensmittels oder aber auch erst nach Stunden einsetzen können, sind nicht selten sehr massiv.
Verpackte Lebensmittel müssen beim Allergiker die Alarmglocken läuten lassen: die Beipacklisten müssen sorgfältig gelesen werden. Viele Allergene verstecken sich zum Beispiel in Brot, Kuchen, Fertigprodukten, Käse, Glace oder Fruchtsäften. "Pflanzliches Protein", "Emulgator Lecithin" oder "pflanzliches Öl" deuten auf Soja hin. Im Zweifelsfalls daher besser andere Produkte nehmen.
Lebensmittel wie Obst, Gemüse und Getreide, auf die man nicht verzichten kann oder will, muss man vor dem Verzehr kurz aufkochen oder für etwa zwei Wochen einfrieren. Dadurch wird das Allergen teilweise oder sogar ganz zerstört. Bei Sellerie funktioniert dieser Trick aber nicht oder nur teilweise.
Häufige Kreuzallergien
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Baumpollen-Allergie UND Apfel, Aprikose, Birne, Baumnuss, Currygewürz, Haselnuss, Kirsche, Kiwi, Mandel, Peperoni, Pfirsich, Sellerie | |
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Gräserpollen-Allergie UND Erdnuss, Getreide, Hülsenfrüchte, Kartoffel, Melone, Soja, Tomate | |
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Beifusspollen-Allergie UND
Anis, Basilikum, Dill, Estragon, Fenchel, Kamille, Rüebli, Paprika, Peterli, Sellerie | |
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Luftverschmutzung UND
Allergien | |
Nach einer japanischen Untersuchung haben Personen, die in der Nähe einer Autobahn wohnen, häufiger Heuschnupfen. Partikel aus Industrie- und Autoabgasen haften an den Pollen und es zeigte sich, dass diese verunreinigten Pollen leichter Allergien auslösen.
Zigarettenrauch in Innenräumen wird ebenfalls zur Luftverschmutzung gezählt. Unfreiwilliges Mitrauchen begünstigt die Ausbildung von Allergien. Insbesondere leiden Kinder mit rauchenden Eltern häufiger an allergischen Beschwerden (z.B Asthma). Es ist unverantwortlich, ein Kleinkind Nikotinrauch auszusetzen.
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| mediscope - dzu |
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| 4.4.2004 |
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