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Er appelliert an die "Eigenverantwortung" der Menschen: "Wenn ich eine Grippe oder eine Erkältung habe, dann zahle ich den Arztbesuch oder das fiebersenkende Mittel selbst."
Als anderes Beispiel nennt der Santésuisse-Direktor einsame Menschen: Bloss weil diese gute Erfahrungen mit dem ärztlichen Gespräch oder einer Physiotherapie machten, müsse das die Allgemeinheit nicht über die Prämien finanzieren.
Mit seinem Vorschlag will Kaufmann die Prämienexplosion eindämmen. "Wenn jeder die Spitzenmedizin in Anspruch nimmt und das Kollektiv der Prämienzahlenden zur Kasse bittet, wird das extrem teuer", begründet er seinen Vorstoss.
Der Santésuisse-Direktor will den Menschen klarmachen, "dass das Gesundheitssystem kein Selbstbedienungsladen mit einem uneingeschränkten Angebot zu einem festen Preise ist".
Weil die Krankenkassen heute praktisch alles bezahlten, habe niemand mehr einen Anreiz, sich vernünftig zu verhalten. Die Kostenexplosion sei ein Teufelskreis: "Mit steigenden Prämien sinkt die Schwelle, zum Arzt zu gehen", stellt Kaufmann fest. |