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Prämienwachstum schmälert Lohnbeutel

Der Krankenversicherungsprämien-Index (KVPI) verzeichnete für das Prämienjahr 2011 ein Wachstum von 5.8% gegenüber dem Vorjahr. Das schmälert das Haushaltbudget um durchschnittlich 18 Fr. pro Monat und Person, wie das Bundesamt für Statistik schreibt.

Die Prämien für die Krankengrundversicherungen sind 2011 um 6.2 % gestiegen und erreichten damit einen Indexstand von 177,4 Punkten (Basis 1999=100). Diese Schätzung entspricht der Prämienentwicklung des gesamten Versichertenbestandes im Durchschnitt (siehe auch Kasten Stellenwert des KVPI).


Die vom BFS erhobenen Prämien für die Krankenzusatzversicherungen erhöhten sich 2011 um 4.8 % gegenüber dem Vorjahr. Dabei stiegen die Prämien der allgemeinen Spitalzusatzversicherung um 3.5 %, jene der halbprivaten um 5.1 % und der privaten Spitalzusatzversicherung um 5.5 %. Für die Zusatzversicherung insgesamt ergibt dies für das Prämienjahr 2011 einen Indexstand von 141,3 Punkten (Basis 1999=100).

 

Fasst man die Prämienentwicklung der Grund- und Zusatzversicherung zusammen, erreicht der KVPI-Totalindex im Prämienjahr 2011 einen Indexstand von 165,3 Punkten (Basis 1999=100 Punkte) und verzeichnet somit ein Prämienwachstum von insgesamt 5.8 % gegenüber dem Vorjahr.

 

Prämienerhöhungen belasten - ähnlich wie höhere Steuern oder andere Versicherungsbeiträge - das Budget der privaten Haushalte. Zur Messung dieses Effekts bietet sich der Einfluss auf das verfügbare Einkommen an. Es entspricht dem Einkommen (Erwerbseinkommen, Zinsen, Renten, Rückerstattungen und Verbilligungen der Versicherungen und sonstige Einkommen) abzüglich der so genannten Transferzahlungen (Steuern, Sozial- und sonstige Versicherungsbeiträge) - also dem Betrag, der effektiv für Konsum- und Sparzwecke zur Verfügung steht.

 

Die Entwicklung der Krankenversicherungsprämien verringerte gemäss der BFS-Schätzung das potenzielle Wachstum des geschätzten verfügbaren Durchschnittseinkommens zwischen 2010 und 2011 um 0.4 %Prozentpunkte. Wären die Prämien im gleichen Zeitraum stabil geblieben, hätte dieses Geld den Haushalten zusätzlich für Konsum- oder Sparzwecke zur Verfügung gestanden.

Bundesamt für Statistik BFS

14.11.2011 - dzu

 
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