Die Motion von Felix Gutzwiller, die Maximalfranchise auf das frühere Niveau anzugleichen, wurde abgelehnt. Gesundheitsminister Burkhalter befürchtete eine Abnahme der Solidarität und keine Senkung der Krankenkosten.
Ausgangspunkt der Motion war der Entscheid des Bundesrates vom vergangenen Juli, den Prämienrabatt für die höchste wählbare Franchise von 2500 Franken von 80 auf 70 Prozent zu senken. Darin sah Gutzwiller eine Verschlechterung: Der Anreiz, eine höhere Franchise zu wählen, würde deutlich abnehmen, monierte er. Mit einer Erhöhung der Maximalfranchise würde aber die Eigenverantwortung steigen.
Der Gesundheitsminister Burkhalter hält dagegen, dass durch eine höhere Maximalfranchise lediglich die Solidarität zwischen den jungen und älteren, gesunden und kranken Versicherten sinken würde. Er glaubt nicht daran, dass eine höhere Maximalfranchise auch die Eigenverantwortung erhöht. Und: Die Krankenkassen verlieren mit jeder nicht abgeschlossenen Franchise von Fr. 3000.— jährlich 350 Fr. ohne dass sich das auf die Krankenkosten wesentlich auswirken würde, so Burkhalter.