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Es sei an den Versicherern, die Prognosen zur Kostenentwicklung vorzunehmen, erklärte Couchepin. Dies sei normal, da sie den Markt und die Tarifparteien am besten kennen würden. Dass das Bundesamt für Gesundheit (BAG) die Prämien genehmige, bedeute nicht, dass das BAG selber eine Prognose vornehme.
Laut Couchepin waren die Prämieneinnahmen zwischen 2003 und 2007 höher gewesen als die ausbezahlten Leistungen. Deshalb konnten die Versicherer Reserven äufnen. Im letzten und im laufenden Jahr verlangten die Krankenkassen jedoch zu wenig hohe Prämien, um mit der Kostenentwicklung Schritt zu halten. Deshalb wurden 2008 und 2009 Reserven abgebaut, so dass nun die gesetzlich vorgeschriebene Reservequote erreicht wird.
Kompliziert wird die Reservenfrage, weil jeder Kanton ein anderes Reserveniveau ausweist. Kantone wie Genf, die Waadt und Zürich hätten in den letzten Jahren Reserven für die gesamte Schweiz bezahlt, erklärte Couchepin.
Diese unterschiedlichen Reservequoten sollen nun angeglichen werden. Wenn man dabei aber zu rasch vorgehe, führe das in einigen Kantonen zu einer Katastrophe. Die tiefsten Reservequoten weisen derzeit die Kantone Obwalden, Uri und Bern aus. Sie alle gehören im nächsten Jahr zu den Kantonen, mit den höchsten durchschnittlichen Prämienanstiegen. Obwalden ist der Spitzenreiter mit 14,6 Prozent. |