1x1 AdLINK Zaehlpixel Tag
NET-Metrix-Audit 1.5
Leaderboard

Sie sind hier: Fokus » Menstruation » Aktuell 23. Mai 2012
Suchen
sprechzimmer.ch
Aktuell
Erweiterte Suche
Adsense Linkblock

Fokus
Alkoholabhängigkeit
Baby / Geburt Schwangerschaft
Blutgerinnung
Brustkrebs
Cholesterin
Chronische myeloische Leukämie (CML)
Durchfall
Eisenmangel
Eizellvorsorge
Endometriose
Essstörungen
Fussgesundheit
Gebärmutterhalskrebs/ Genitalwarzen
Haarausfall
Haut-/Sonnenschutz
Herz / Herz-Kreislauf
Heuschnupfen
Immunsystem stärken
Insektenschutz
Körperschmuck
Krankenversicherung
Menstruation
Aktuell
Menstruationszyklus
Zykluskalender
Beschwerden
Menstruation stark
Test starke Monatsblutung
Periode Ratgeber
Diskussionsforum
Morbus Crohn
Multiple Sklerose
Nagelgesundheit
Nagelpilz
Nahrungsmittel: Allergie, Unverträglichkeit
Nikotinsucht
Prostatakrebs
Schwindel
Stress
Todesfall
Verhütung / Verhütungsmethoden
Wechseljahre
Vogelgrippe
Zecken
Krankheitsbilder
Symptome
Medizinische Onlineberatung
Versand-Apotheke
News
Patientenzeitschrift Sprechstunde
Gesundheitsmagazin Schweizer Hausapotheke
Gesundheits-TV
Ratgeber
Ernährung
Gesunde Zähne
Alternativmedizin, TCM
Männer
Frauen
Kinder-Teenager
Senioren
Sport, Wellness
Pharmazeutika
Nützliches
Abstimmung
Links

 

Left Skyscraper

Rectangle Top

 

Schrift: Schrift grösser Schrift kleiner Als Email versenden Druckvorschau

 
''Zu starke Monatsblutung - ein Besuch beim Frauenarzt bringt Klarheit'' - Experteninterview
 
Frau PD Dr. med. Dorothea Wunder ist Fachärztin FMH für Gynäkologie und Geburtshilfe. Schwerpunkt: Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin am Universitätsspital CHUV in Lausanne, wo sie Frauen rund um das Thema Menstruation behandelt und berät.

Inhalt des Interviews

 

Sprechzimmer:

Frau Dr. Wunder, was versteht man unter einer starken Monatsblutung?

PD Dr. Dorothea Wunder:

Frauen mit einer Hypermenorrhö (medizinisch für eine zu starke Monatsblutung) verlieren mehr als 80 Milliliter Blut pro Menstruation. Das ist natürlich kaum messbar im Alltag. Deshalb richtet man sich nach der Anzahl der Binden- oder Tamponwechsel. Muss der Hygieneartikel stündlich ersetzt werden, ist die Menstruation deutlich stärker als normal. Ein Hinweis gibt auch die Blutqualität. Ist das Blut mit Klumpen versetzt, ist das ein Zeichen für eine Hypermenorrhö.

 
 

 

Sprechzimmer:

Was bedeutet das in Bezug auf den Familienalltag?

PD Dr. Dorothea Wunder:

Eine starke Menstruationsblutung ist in erster Linie einfach sehr unpraktisch im Familienalltag. Gerade mit kleinen Kindern ist es umständlich, stündlich auf die Toilette zu gehen und die Binde zu wechseln. Oft hat die Frau auch Schmerzen und fühlt sich unwohl. Weil mit der starken Blutung auch viel Eisen verloren geht, kommen noch Müdigkeit und Erschöpfung dazu. Unter diesen Umständen haben die betroffenen Frauen einfach nur noch den Wunsch, sich hinzulegen. Mit kleinen Kindern ist das aber oft nicht möglich. Nicht zuletzt kann sich die Hypermenorrhö auch einschränkend auf die Sexualität und Paarbeziehung auswirken. Vor allem wenn die Blutung mehr als sieben Tage dauert.

 
 

 

Sprechzimmer:

Welche Massnahmen sind erforderlich?

PD Dr. Dorothea Wunder:

Die wichtigste Massnahme ist die Suche nach der genauen Ursache. Erst recht, wenn die Hypermenorrhö nicht nur ab und zu auftritt, sondern die Regel ist. Die/der Frauenärztin/Frauenarzt kann den Hormonhaushalt mittels Bluttests untersuchen. Ausserdem kann man mit Hilfe eines gynäkologischen Ultraschalls feststellen, ob allenfalls Polypen, Myome, Adenomyose oder andere Krankheitsbilder vorhanden sind. Das alles kann einen Einfluss auf die Blutung haben. Eine weitere Ursache für unregelmässige Blutungen können Infektionen oder Tumoren sein.

 

Während bei reiferen Frauen die Hypermenorrhö ein erstes Anzeichen auf die Wechseljahre sein kann, liegt das Problem bei  jungen Frauen eher daran, dass sich das Zusammenspiel der Hormone noch einpendeln muss. Um eine Eisenmangelanämie oder einen Eisenmangel auszuschliessen, sollte der Ferritinwert bestimmt und ein kleines Blutbild durchgeführt werden. In gewissen Fällen müssen Betroffene auch an eine Gerinnungsstörung denken und entsprechende Abklärungen machen lassen.

 
 

Sprechzimmer:

Was sind die Auswirkungen des starken Blutverlustes?

PD Dr. Dorothea Wunder:

Über längere Zeit hat der hohe Blutverlust in erster Linie Auswirkungen auf die Eisenwerte. Sind diese zu niedrig, kann die Frau zuwenig Blut bilden. Sie entwickelt eine Anämie, die sich mit Müdigkeit, Haarausfall, Leistungsabfall und Stimmungsschwankungen äussern kann.

 
 

Sprechzimmer:

Wie kann die Blutung abgeschwächt oder sogar unterbunden werden?

PD Dr. Dorothea Wunder:

Je nach Ursache der Hypermenorrhö wird die entsprechende Therapie gewählt, So können sich die Frauen einer operativen oder einer hormonellen Therapie unterziehen. Operiert wird zum Beispiel, wenn Myome vorhanden sind. Ansonsten reguliert die Pille den Zyklus, so dass die Blutung schwächer wird. Es gibt auch Langzeitpillen, welche über mehrere Monate ohne Unterbruch eingenommen werden können. Weitere Möglichkeiten sind die Hormonspirale oder Hormonpräparate ohne empfängnisverhütende Wirkung.

 
 

Sprechzimmer:

Wie merkt eine Frau dass sie eine starke Blutung hat?

PD Dr. Dorothea Wunder:

Klarheit kann zum Beispiel ein Menstruationskalender bringen. Dort notiert man die Dauer der Menstruation, wie auch die Blutqualität sowie die Schmerzen. Ebenso die Häufigkeit des Binden- und Tamponwechsels. Ein stündlicher Wechsel und eine Blutung über mehr als sieben Tage sind zu viel und bedürfen einer ärztlichen Abklärung.

 

Mehr dazu: Menstruationskalender

 
 

Sprechzimmer:

Was möchten Sie betroffenen Frauen für Tipps mit auf den Weg geben?

PD Dr. Dorothea Wunder:

Die Frauen sollen nicht still leiden sondern lieber das Gespräch mit der Frauenärztin/dem Frauenarzt suchen. Erst recht, wenn die Frau einen Kinderwunsch hat. Denn die genannten Ursachen der Hypermenorrhoe können gleichzeitig ein Infertilitätsfaktor sein. Ausserdem ist ein Eisenmangel keine gute Basis für eine Schwangerschaft.

 

 

 

Sprechzimmer bedankt sich bei Dr. Dorothea Wunder für die interessanten Ausführungen rund ums Thema starke Monatsblutung und wünscht ihr weiterhin viel Erfolg in Ihrer Arbeit mit den Patientinnnen.

 

Interview Partnerin

PD Dr. Dorothea Wunder
PD Dr. med.
Dorothea Wunder
 


Frau PD Dr. med. Dorothea Wunder ist Fachärztin FMH für Gynäkologie und Geburtshilfe. Schwerpunkt: Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin in ihrer Funktion als Abteilungsleiterin am Universitätsspital CHUV in Lausanne.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mehr zum Thema


Mediscope

03.01.2012 - dzu


 

Rectangle

 

Zur Anmeldung >>

Krankheiten von A-Z, Symptome, Therapien, Diagnosen >> 

Symptome: die wichtigsten Beschwerden >>
Pages en Français Santeweb >>
 
Medizinische Onlineberatung
 

Das Team der Onlineberatung für Ihre Fragen zu Gesundheit, Krankheit und Medizin.

mehr >>

Häufige Fragen und Antworten >>


Das Thema ''Menstruation, Menstruation stark''
entstand mit freundlicher Unterstützung von
 
 

verhütungsinfo

 

 

 

 

Ihre Spezial-Apotheke

schnell, diskret, günstig

 

 

Diskussionsforen

 

Aktuelle Foren

Wechseljahre
Morbus Crohn
Immunsystem stärken
Baby, Geburt,  Schwangerschaft
Herz /Herz-Kreislauf
Eisenmangel
Nagelpilz
Brustkrebs
Nahrungsmittelallergie/
-Unverträglichkeit

Prostatakrebs

Multiple Sklerose
Verhütung, Verhütungsmethoden
MySana für Ihre Gesundheitsakte
 
Ihre persönlichen, medizinischen Daten jeder Zeit nur für Sie griffbereit.

mehr >>

Right Skyscraper