Morbus Crohn - Chronische Darmentzündung
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Entzündungen im Verdauungstrakt |
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Morbus Crohn (MC) gehört zu den chronischen Entzündungen des Verdauungstraktes. Oft ist die Übergangsregion vom Dünndarm zum Dickdarm betroffen.
Grundsätzlich kann aber der gesamte Magen-Darmtrakt befallen sein, das heisst von der Mundhöhle bis zum Anus.
Typisch für Morbus Crohn sind die wechselnden Stellen der Entzündungen in der Darmwand, das heisst, gesundes und krankes Gewebe wechselt sich ab und ergibt eine Art patchworkartigen Befall.
Häufig sind mehrere Darmabschnitte gleichzeitig befallen. Die Entzündung reicht durch die Darmwand hindurch, so dass neben den oberflächlichen Schleimhautzellen auch die darunter liegenden Schichten betroffen sind. Dadurch können weite Teile der Darmwand entzündet sein, was zu Verwachsungen, Verengungen und Fistelbildungen (Bildung von Verbindungsgängen zwischen Darm und anderen Organen) und anderen Komplikationen führen kann.
Zusammen mit der Colitis ulcerosa (ebenfalls mit Geschwüren eingehende chronische Entzündung des Dickdarms) bildet der Morbus Crohn die Gruppe der chronisch entzündlichen Darmkrankheiten.
MC gehört zu den sogenannten Autoimmunerkrankungen. Die genauen Ursachen sind nicht geklärt. Es gibt einige Risikofaktoren (unter anderem Rauchen), welche das Risiko für eine Morbus Crohn-Erkrankung fördern.
Hauptbeschwerden des Morbus Crohn sind chronische Durchfälle, Müdigkeit, Bauchschmerzen, Übelkeit, Fieber und Gewichtsverlust.
In den letzten Jahren nahm die Zahl der Erkrankungen bei beiden Geschlechtern zu. Am häufigsten betroffen sind junge Erwachsene vom 16. bis 35. Lebensjahr und in einem geringeren Ausmass ältere Menschen ab dem 60. Lebensjahr. Morbus Crohn ist keine eigentliche Erbkrankheit, dennoch ist eine familiäre Häufung zu beobachten.
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| 01.04.2011 - dzu, dde |
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