Von Komplikationen bei Morbus Crohn redet man, wenn die Beschwerden trotz medikamentöser Behandlung nicht reduziert werden können. Häufig muss dann operiert werden.
Anders als bei der Colitis ulcerosa, wo mit einer Operation eine Heilung erzielt werden kann, kommt es beim Morbus Crohn auch nach Operationen häufig zu einem Rückfall. Jeder 3. bis 5. Patient muss innerhalb von 10 Jahren aufgrund eines Rückfalls (Rezidiv) nochmals operiert werden.
Häufige Komplikationen eines Morbus Crohn sind:
Narbenbildungen im Darm, welche zu einem Darmverschluss führen können
Ausbildung von Verbindungsgängen zwischen dem Darm und anderen Organen bzw. der Haut (Fisteln) : diese müssen nicht immer operiert werden. Häufig helfen Immunsuppresiva (siehe Behandlung).
Abszessbildungen: kleinere Abszesse werden häufig erst mal mit Antibiotika behandelt. (siehe Behandlung)
Abnorme Erweiterung des Dickdarms (sogenanntes Megakolon) : das ist eine sehr schwere Erkrankung und hat die totale Entfernung des Darms zur Folge. Dies kommt aber häufiger bei Colitis ulcerosa vor.
Erhöhtes Darmkrebsrisiko, insbesondere bei Befall des Dickdarms: Das Darmkrebsrisiko ist bei Morbus Crohn Patienten etwa vier Mal höher; es kommt dabei sehr auf die Krankheitsdauer und die Schwere der Krankheit an.
Osteoporose: Häufige Folgeerscheinung durch schlechtes Aufnehmen von wichtigen Mineralien oder als Nebenwirkung einer Kortisontherapie (siehe Behandlung).