Lebenserwartung mit MS vergleichbar mit Personen ohne MS
Norwegische Wissenschaftler haben in einer 30 Jahre dauernden Studie festgestellt, dass wohl die kognitiven Fähigkeiten (Aufmerksamkeit, Lernen, Erinnerung) bei MS Patienten stärker eingeschränkt sind als bei gesunden Testpersonen, aber die Lebenserwartung etwa gleich hoch ist.
Die Forscher der Universitätsklinik Oslo beobachteten während 30 Jahren 123 Personen welche zwischen 1940 und 1980 an Multipler Sklerose erkrankten und am 1. Mai 2006 noch am Leben waren und verglichen sie mit gesunden Personen.
Es zeigte sich, dass Rund die Hälfte der Teilnehmer unter einer Einschränkung der kognitiven Fähigkeiten leidet (Einschränkungen in der Informationsverarbeitung, der Aufmerksamkeit und des Gedächtnisses). Knapp zwei Drittel benötigen eine Gehhilfe und ein Viertel hat eine moderate körperliche Einschränkung (höchstens 3 Punkte auf der EDSS Skala für messbare Einschränkung der Körperfunktionen).
Weiter ergab die Auswertung, dass ein jüngeres Alter bei Ausbruch der Erkrankung sowie die sekundär progressive MS - gegenüber der schubförmig remittierenden MS - mit stärkeren kognitiven Beeinträchtigungen einhergeht.