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Sie sind hier: Fokus » Multiple Sklerose » Aktuell 10. Februar 2012
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MS – Häufige Fragen zur Behandlung
 
Seit 1995 gibt es eine in Studien bestätigte, sichere und wirksame Langzeitbehandlung. Interferon gilt seit damals und bis heute als Standard in der MS-Therapie.

Menschen
 
Das Interferon beta-1b gilt als erstes wirksames Medikament in der Therapie gegen MS. In der Zwischenzeit gibt es zu Betaferon zahlreiche Studiendaten zur Langzeitwirkung.

 

Punkto Sicherheit und Wirksamkeit ist die MS-Therapie mit Interferonen auch im Jahr 2010 nach wie vor der Standard. Allerdings garantiert heute leider noch kein Medikament, dass es nicht zu einem weiteren Schub kommen kann. Die Langzeittherapien vermögen die Krankheit nicht zu stoppen. Dazu ist die Krankheit noch zu wenig bekannt und verläuft bei den Betroffenen zu individuell.

 

Was sind Interferone?

Für die Behandlung der Multiplen Sklerose ist Interferon beta von Bedeutung. Interferon beta greift gezielt in die gestörten Abläufe des Immunsystems ein und bewirkt durch entzündungshemmende Eigenschaften eine bedeutende Stabilisierung oder Verlangsamung der Entwicklung einer MS. Neuere Daten und gross angelegte Studien zeigen, dass Betroffene auf Dauer mit einer Therapie besonders profitieren, wenn sie möglichst früh damit beginnen und diese auch diszipliniert anwenden. Dabei weist Interferon-beta-1b in der Schweiz das breiteste Indikationsspektrum auf, d.h. es kann bei allen medikamentös therapierbaren MS-Formen eingesetzt werden. Seit 2009 kann es auch bei Kindern ab 12 Jahren verschrieben werden.

 

Wann werden Interferone angewendet?

Die Einführung der Betainterferone bedeutete für die Therapie der Multiplen Sklerose einen enormen Fortschritt. Anzahl und Schwere der Schübe konnten reduziert werden und auch die kernspintomographisch nachweisbare Läsionslast nahm ab. Inzwischen ist klar, dass die hoch dosierte, hochfrequente Behandlung deutliche Vorteile hat. Für Interferon-beta-1b liegen Erfahrungen aus über 16 Jahren vor, die eine langfristige Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit belegen. Interferon beta-1b hat von der Europäischen Kommission eine Zulassungserweiterung erhalten, nach der auch Patienten mit einem ersten Schub, der eine Multiple Sklerose vermuten lässt, mit dem Wirkstoff behandelt werden können.

 

Wie wird Interferon angewendet?

Interferon wird gespritzt, entweder unter die Haut oder direkt in den Muskel. Interferon beta-1b kann problemlos bei Zimmertemperatur bis zu 2 Jahren gelagert werden. Das ergibt vor allem auf Reisen und unterwegs doch einige Freiheiten.

 

Wird Interferon gut vertragen?

Im Allgemeinen wird Interferon-beta gut vertragen. Zu Beginn einer Behandlung kann es zu Nebenwirkungen kommen, die sich erfahrungsgemäss nach länger anhaltender Anwendung jedoch verringern. Da Interferon beta teilweise unter die Haut injiziert wird, kann es an der Einstichstelle zu kurzzeitigen Hautreaktionen wie Rötungen oder Schwellungen kommen. Häufiger beobachtete Reaktionen auf Interferon-Injektionen sind grippeähnliche Symptome wie Schüttelfrost und Glieder- beziehungsweise Gelenkschmerzen.

 

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26.04.2010 - dzu


 

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