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Nerven-Netzwerke
im Hirn |
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| | Im Verlauf der MS-Erkrankung - oder bereits im Frühstadium - leidet etwa die Hälfte der Betroffenen unter Beeinträchtigungen der Hirnleistung – so genannten kognitiven Störungen.
Konkret versteht man darunter Beeinträchtigungen solcher Leistungen wie Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Sprachausdruck, Handlungsplanung oder der mentalen Flexibilität. Sprechzimmer berichtete darüber.
(Siehe Experteninterview PD Dr. P. Calabrese).
Ein internationales Forschungsteam untersuchte, wie MS die Gehirn-Architektur (Nerven-Netzwerk) verändert. Sie untersuchten dazu MS-Betroffene mittels funktioneller Magnetresonanztomographie, mit deren Hilfe krankheitsbedingte Veränderungen des Nervennetzwerkes im Gehirn dargestellt werden kann. Dabei entdeckten sie, dass, je stärker die Nervenfasern im Gehirn der Betroffenen geschädigt waren und dadurch kognitive Störungen auftraten, desto mehr kommunizierten bestimmte Hirnareale miteinander. Das heisst, die Forscher fanden Veränderungen von Kommunikationsprozessen im Gehirn der MS-Betroffenen und konnten einen Zusammenhang zu bestehenden kognitiven Störungen feststellen.
Warum nun aber bei MS-Patienten einige Hirnregionen, stärker mit anderen Hirnarealen kommunizieren als bei Gesunden, können die Forscher nach wie vor nicht sagen. Sie vermuten, dass der Verlust von Nervenverbindungen dazu führt, dass einige Netzwerke allein dadurch weniger flexibel agieren können und diese deshalb verstärkt mit anderen Netzwerken kommunizieren.
Die Forscher hoffen, mit Hilfe dieser neuen Erkenntnisse, neue diagnostische und therapeutische Ansätze bei MS entwickeln zu können – insbesondere auch um den Krankheitsverlauf im Frühstadium der MS-Erkrankung besser einschätzen zu können.
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