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Die Forschergruppe der Universität Oxford (Grossbritannien) untersuchte die genetische Grundlage – speziell die HLA-Gene – von 1055 Familien, in denen eine oder mehrere Personen an MS erkrankt waren.
Insgesamt testeten sie die Gene von 7’093 Personen, von denen 2'127 an Multipler Sklerose erkrankt waren. Das HLA-Gen wird unter anderem mit der Immunantwort und auch mit verschiedenen Krankheitsrisiken in Zusammenhang gebracht.
Die Forscher untersuchten bei den HLA-Genen, ob diese aktiv waren und ob die Genvarianten an die an MS-erkrankte Person vom Vater oder von der Mutter weitervererbt worden waren.
Es zeigte sich, dass Frauen im Vergleich zu Männern mit MS eine um 40% höhere Wahrscheinlich hatten, das mit MS assoziierte HLA-Gen DRB1 15 zu tragen. Gesamthaft trugen 919 Frauen und 302 Männer die HLA-Genvariante; bei den MS-Betroffenen waren 626 Frauen und 280 Männer keine Träger des HLA-Gens.
Ausserdem stellten die Froscher fest, dass Frauen, welche Trägerinnen der HLA-Genvariante waren, diese mit grösserer Wahrscheinlichkeit an andere weibliche Familienmitglieder weitergeben als Männer. Und: Weibliche Verwandte zweiten Grades (Tanten und deren Söhne und Töchter) trugen das grössere Risiko, die HLA-Genvariante zu erben als Verwandte ersten Grades wie Geschwister oder Eltern und Kinder.
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