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Sie sind hier: Fokus » Multiple Sklerose » Aktuell 11. Februar 2012
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Multiple Sklerose: Fehlende Sonne in der Frühschwangerschaft als Risiko
 
Geografische Örtlichkeiten sowie der Monat der Geburt haben einen Einfluss auf das MS-Entstehungsrisiko, wie eine Australische Studie zeigt und damit frühere Studienresultate bestätigt.

 
Bereits frühere Studien belegten, dass der Lebensort der Mutter das MS-Risiko beeinflusst: Australier im Süden zum Beispiel erkranken häufiger an MS und Europäer aus dem Norden ebenfalls.

 

Hier scheint die UV-Bestrahlung und damit der Vitamin D-Mangel einen Einfluss zu haben. Auch der Geburtsmonat spielt eine Rolle für das MS-Entstehungsrisiko: Im Mai und Juni geborene europäische Kinder erkranken häufiger und in Australien gibt es die meisten MS-Kranken unter den im November/Dezember Geborenen. Beide Male fallen die Frühschwangerschaften in die sonnenarme Zeit.

 

In der aktuellen Studie errechneten die Forscher der Universität Melbourne folgendes: Je weniger UV-Licht die Schwangeren in den ersten drei Monaten bekamen, desto grösser war das Risiko einer MS-Erkrankung. Grund: Die Forscher vermuten auch hier, dass der Mangel an Vitamin D, welcher durch die UV-Einstrahlung beeinflusst ist, das MS-Risiko steigert.


Vitamin D wird für die Entwicklung des zentralen Nervensystems verantwortlich gemacht. Ausserdem wird vermutet, dass ein Vitamin-D-Mangel die Myelinisierung beeinträchtigen kann. Auch wird Vitamin D allgmein eine schützende Wirkung vor Autoimmunerkrankungen, wie zum Beispiel MS, zugeschrieben.


Forscher verlangen nun weitere Studien, in denen Schwangere zum Beispiel zusätzlich Vitamin D erhalten. Allerdings geben sie einem solchen Vorhaben keine grosse Chance, da dies eine langjährige Beobachtungszeit erfordert.


Britischen Ärzteblatt (BMJ 2010; 340: c1640)

04.05.2010 - dzu


 

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