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Sie sind hier: Fokus » Multiple Sklerose » Aktuell 11. Februar 2012
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Multiple Sklerose: Frühe Betaferon-Behandlung senkt Schubrisiko
 
Eine Studie verglich die Wirksamkeit und Sicherheit einer frühen Betaferon-Therapie mit einer erst später eingeleiteten Therapie. Es zeigte sich, dass die frühzeitige Therapie die MS-Schubrate deutlich verringert und sich günstig auf die Gedächtnisleistung auswirkt.

Frau ananym
 

In der 5-Jahres Benefit-Studie wurden 468 Patienten mit Verdacht auf Multiple Sklerose nach einem ersten Schub und mindestens zwei MS-typischen Herden im Hirn-MRI, entweder frühzeitig mit Interferon beta-1b oder verspätet behandelt.

 

Die Behandlung dauerte bis zu einem zweiten Schub, welche die MS bestätigte oder mindestens zwei Jahre. Darüber hinaus konnten die Teilnehmer die Behandlung mit Betaferon in einer Verlängerungsstudie bis insgesamt 5 Jahren weiterführen.

Der Fokus der Studie lag in folgenden Punkten:

  • die Zeit bis zum zweiten Schub und damit Sicherung der MS-Diagnose
  • die Zeit bis zum Fortschreiten bleibender Behinderungen (gemessen an der EDSS-Skala)
  • Gedächtnisleistungen (kognitive Leistungen) bei den MS-Betroffenen wie Denk- und Erinnerungsvermögen, sowie Aufmerksamkeit und Konzentration

Frühtherapie bremst Verlauf und begünstigt kognitive Leistungen

253 Teilnehmer (80)% mit Frühtherapie und 123 (70%) mit verspäteter Therapie blieben während den gesamten 5 Jahren in der Studie.


Im Vergleich zur verspäteten Therapie senkte die Betaferon-Frühtherapie das Risiko für einen zweiten Schub und damit für eine manifeste Diagnose deutlich.


Die Studie untersuchte zudem den Verlauf der Gedächtnisleistungen bei den MS-Betroffenen. Die Befunde deuten darauf hin, dass sich eine frühe Behandlung mit Interferon beta-1b günstig auf die Gedächtnisleistungen auswirkt; dies im Vergleich zu einer verspäteten Therapie.


Betaferon wurde über die 5 Jahre hinweg gut vertragen, es traten keine neue Sicherheitsbedenken auf.

 

Fazit der Autoren: Die frühzeitige Betaferontherapie kann bei Patienten mit einem ersten Schub, der auf MS hinweist, das Risiko eines erneuten Schubes und damit die Entwicklung einer manifesten Multiplen Sklerose deutlich senken. Ausserdem wirkt sich die Behandlung positiv auf die kongnitive Leistung aus.

 

Ebenfalls für eine frühzeitige Therapie sprechen die gute Verträglichkeit sowie die Langzeitsicherheit.

 


Tellmed, Lancet Neurology 2009;11:987-997

21.11.2009 - dzu


 

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