Der Beginn der MS-Therapie
Heute gilt im Allgemeinen, dass die Therapieergebnisse mit Interferon beta umso besser sind, je früher die Therapie begonnen wird. Wie schon erwähnt ist die Multiple Sklerose durch eine Entzündung charakterisiert, welche das sogenannte Myelin (Verkleidung) der Nervenzellen schädigt. Es ist wichtig zu wissen, dass diese Entzündung auch schon bei MS-Patienten nachzuweisen ist, welche (noch) keine Symptome aufweisen. Die Multiple Sklerose kann also schon aktiv sein und zu Veränderungen in Gehirn und Rückenmark führen, bevor die Erkrankung überhaupt festgestellt worden ist. Die chronische Entzündung kann zu Veränderungen und Vernarbungen führen, die nach gewisser Zeit nicht mehr verschwinden und Symptome oder gar Behinderung auslösen.
Bedeutung der Frühtherapie
Es ist wichtig, die Diagnose so früh wie möglich zu stellen, um einen Therapieerfolg schnellstmöglich einzuleiten und damit das Fortschreiten der Krankheit wirkungsvoll zu verzögern. Gerade zu Beginn der chronischen Krankheit MS sind die Entzündungsprozesse, die das zentrale Nervensystem schädigen, besonders aktiv. Deshalb wird heute bereits bei der frühen Form von MS mit einer Interferon Therapie begonnen (Frühtherapie).
Diese frühe Form von MS wird in der Fachsprache auch CIS (Clinically Isolated Syndrom) genannt und weist zuverlässig auf MS hin. Die Frühtherapie(CIS) von MS hat sich in klinischen Studien bezüglich Wirksamkeit und Verträglichkeit bewährt und gehört heute zum Standard. Sie hemmt nicht nur die Entzündung und vermindert damit die Anzahl und Ausprägung der Schübe, sondern hilft auch, den Verlauf der Krankheit zu stabilisieren oder zu verlangsamen.
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| 11.06.2009 - dzu |
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