MS-Behandlung: Immunglobuline
Immunglobuline sind Eiweisse im Blut, die als Antikörper an den Immunreaktionen des Körpers teilnehmen. Sie werden schon seit vielen Jahren bei zahlreichen Erkrankungen eingesetzt, bei denen Veränderungen des Immunsystems eine Rolle spielen, ohne dass ihre genaue Wirkungsweise bekannt ist. Es liegen aber Studien vor, die bei regelmässigen Infusionen von Immunglobulinen, im Vergleich zu Infusionen mit einem Scheinmedikament (Placebo), bei Multipler Sklerose häufigere Besserungen und stabile Verläufe sowie seltenere Verschlechterungen nachweisen konnten.
Es ist allerdings noch nicht bekannt, ob eine Langzeitbehandlung mit Immunglobulinen den Verlauf einer MS dauerhaft beeinflussen kann. Über die Dosierung herrscht ebenfalls noch Unklarheit. Deshalb werden derzeit diese Produkte nur bei ausgewählten Indikationen, nach Rücksprache mit einem MS-Zentrum, eingesetzt.
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| 11.06.2009 - dzu |
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