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48 Prozent der Stellungspflichtigen sind dem Tabak verfallen, weist eine von der Armee erstellte Studie aus. Bei einer Befragung zu den Rauchgewohnheiten in einem Rekrutierungszentrum zeigte sich die Hälfte der 2400 Interviewten an einem Rauchstopp-Programm in der Rekrutenschule interessiert.
Grund genug, die beiden Pilotprojekte in den Kasernen von Herisau AR und Aargau zu starten, wie Christoph Karli, der Chefarzt des Militärärztlichen Dienstes, am Dienstag eine Information des Zürcher Lokalradios "Energy" bestätigte.
Nikotinpflaster in Aarau
In der Kaserne Herisau werden die Rekruten mit Informationen zum Rauchen versehen; sie stellen damit die Kontrollgruppe dar. In Aarau dagegen bietet die Armee eine Palette medizinische Unterstützung an, sagte Karli.
Diese Unterstützung besteht aus einer Behandlung mit Nikotinpflastern, Nasensprays und ähnlichem, wo es nötig ist. Die Verschreibungen nehmen die zuständigen Truppenärzte vor. Studien zeigten, dass derart gestützte Programme in einem Fünftel der Fälle Erfolg zeitigten, sagte Karli.
Für die aufhörwilligen Rekruten ist die Behandlung gratis. Die Finanzierung falle bei den Pilotprojekten nicht ins Gewicht, sagte Karli. Sollten die Projekte ausgedehnt werden, sei sicher über die Finanzierung nachzudenken.
Die beiden Projekte seien interessant, weil das Kollektiv einer Rekrutenschule gut überwachbar sei. Dass die Rekrutenschule übrigens eine Schule im Rauchen und Trinken sei, bezeichnete Karli als ein Vorurteil aus vergangenen Zeiten. |