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Sie sind hier: Fokus » Nikotinsucht » Fakten 23. Mai 2012
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Chemische Zusammensetzung der Zigarette

Der Stoff " Nikotin " wurde 1828 in Heidelberg von dem deutschen Chemiker Reimann und dem Mediziner Posselt entdeckt. Sie verfassten die Studie "De Nicotiniana" über den Wirkstoff in den Tabakblättern.

 

Nikotin ( = Nicotin ) ist ein organischer Stoff, ein Alkaloid, das in den Blättern der Tabakpflanze in hoher Konzentration vorkommt. In der ganzen Pflanze kommt es mit einem Massenanteil von 5 Prozent vor und ist ein starkes (Nerven)Gift. Der exakte chemische Name ist 3-(1-Methyl- 2-Pyrrolidinyl)-Pyridin.

 

Reines Nikotin ist bei Zimmertemperatur eine farblose, ölige Flüssigkeit. Nikotin ist mit Wasser mischbar und hat einen tabakähnlichen Geruch. Es färbt sich an der Luft rasch braun. Der Siedepunkt liegt bei 247°C bei normalem Luftdruck.

 

Nikotin wird im Körper schnell oxidativ abgebaut, d.h. eine chronische Nikotinvergiftung bei einem Erwachsenen kann daher nicht auf einer Kumulation des Wirkstoffes beruhen.

 

Giftwirkung

  • Nikotin ist ein sehr starkes Pflanzengift. Reines Nikotin wurde früher als Pflanzenschutzmittel z.B. gegen Blattläuse eingesetzt. Für Pflanzen ist der Stoff gut verträglich und zudem biologisch gut abbaubar. Allerdings war er für die ausbringenden Bauern sehr gefährlich. Deswegen wird Nikotin im Pflanzenschutz nicht mehr verwendet und heute durch synthetische Stoffe ersetzt.
  • Die tödliche Dosis für den Menschen beträgt 50 mg. Diese werden aber wegen des raschen Abbaus im Körper selbst von starken Rauchern nicht erreicht.
  • Bei hohem Zigarettenkonsum kann es jedoch schon zu Vergiftungssymptomen wie etwa Kopfschmerzen, Zittern, Durchblutungsstörungen, Husten etc. kommen.
  • Für einen Säugling oder ein Kleinkind kann bereits eine einzige verschluckte Zigarette tödlich sein.

 
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04.08.2004
 
 
 



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