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Sie sind hier: Fokus » Nikotinsucht » Fakten 23. Mai 2012
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Warum Nikotin

Durch Verglimmen des Tabaks wird Nikotin freigesetzt. An winzige Teerteilchen im Rauch gebunden gelangt es durch Inhalation in die Lunge. Von dort wird es rasch in die Blutbahn aufgenommen und erreicht in wenigen Sekunden das Gehirn.

 

Ebenso wird Noradrenalin freigesetzt, das durch erhöhte Aufmerksamkeit und Energiefreisetzung ebenfalls stimulierend wirkt.

 

Sobald dem Körper kein Nikotin mehr zuführt wird, nimmt die Menge des freigesetzten Dopamins (Nervenbotenstoff) und Noradrenalins (Transmitterhormon) im Gehirn ab.

 

Das Genussempfinden verschwindet und Entzugserscheinungen setzten ein.


Mit dem Anzünden der nächsten Zigarette werden die Entzugserscheinungen ("Nikotinhunger") umgehend aufgehoben.

 

Der Teufelskreis beginnt von vorne ( Suchtkriterien )

 

Körperliche Effekte

Kleine Mengen wirken nach Ausgangslage, Nikotindosis und Inhaliergeschwindigkeit entweder stimulierend oder auch entspannend, während es in höheren Dosen zu einer Blockierung bis zu Vergiftungserscheinungen kommen kann.

 

Nikotin führt zu:

  • Zunahme der Herz- und Atemfrequenz
  • Anstieg des Blutdrucks durch Gefässverengung
  • Abkühlung der Haut durch Durchblutungsstörungen
  • Abnahme der Atemtiefe durch gestörten Sauerstofftransport
  • Freisetzung von Adrenalin (stoffwechselsteigernd und fettabbauend)
  • Steigerung der allgemeinen Stoffwechseltätigkeit
  • Freisetzung von Noradrenalin, beta-Endorphin und Vasopressin
  • Erhöhung der Blutkonzentration von Cortisol, Prolactin und Somatotropin

 

Psychische Effekte

  • Erhöhte Konzentrationsfähigkeit
  • Zunahme der Stresstoleranz
  • Abnahme der Aggressivität
  • Verringerung des Hungergefühls
  • Muskelentspannung
  • Verstärkung durch Kombination mit anderen Genussmitteln oder positiven Empfindungen: Kaffee, Alkohol, "die Zigarette danach" etc.

 

Entzugssymptome

  • Nervosität und Unruhe
  • Abnehmende Stresstoleranz und Gereiztheit
  • Aggressivität
  • Schlafstörungen
  • Konzentrationsstörungen
  • Depressionen
  • Gesteigerter Appetit

 

Suchtkriterien

  • Starkes Verlangen oder Zwang zu rauchen
  • Häufiger Wunsch das Rauchen aufzuhören oder einzuschränken
  • Rückfälle nach erfolglosen Entzugsversuchen
  • Verringerte Kontrollfähigkeit bezüglich Beginn, Beendigung und Menge
  • Weiterrauchen trotz wiederholten Auftretens negativer Wirkungen (Raucherhusten, Kopfschmerzen, Durchblutungsstörungen etc)
  • Auftreten körperlicher Entzugssymptome bei "Rauchpausen" (z.B. Krankheit)
  • Aufnahme des Rauchens, um gezielt diese Entzugserscheinungen aufzuheben
  • Festhalten am Rauchen, obwohl dem Raucher die schädlicher Folgen bewusst sind

Als Hauptgrund für die hohen Rückfallquoten bei Rauchertherapien und die erneute Rückkehr in die Nikotinsucht wird die stark abhängigmachende Kombination von körperlichen und psychischen (psychotropen) Effekten des Suchtstoffs Nikotins gesehen.

 

 
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04.08.2004
 
 
 




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