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Die Eidgenössische Kommission für Drogenfragen (EKDF), die Eidgenössische Suchtkommission sowie die Eidgenössische Kommissionen für Alkoholfragen (EKAL) und Tabakprävention (EKTP) wurden vom Bund beauftragt, ein Grundlagenpapier "Herausforderung Sucht" auszuarbeiten.
Was die EKDF bereits 1989 forderte – nämlich die Aufhebung der Strafverfolgung von Drogenkonsumenten – unterstützen nun die anderen Kommissionen. Demnach sollten künftig Heroinabhängige genauso wenig für ihre Sucht bestraft werden wie Alkoholiker oder Tablettensüchtige. Denn: Die vermeintlich harmlose Droge Alkohol richte insgesamt mehr und grössere Schäden an als Heroin.
Die grösste Herausforderung unserer Gesellschaft seien legal erhältliche Substanzen wie Alkohol, Nikotin, Schlaf-, Beruhigungs- und Schmerzmittel, welche vornehmlich zum „Stressabbau“ eingenommen werden, so ein Mitautor des Grundlagenpapiers, welches aktuell 10 Leitsätze enthält. Unter anderem werden darin Hersteller und Verkäufer von Produkten mit Suchtpotenzial in die Pflicht genommen.
Konkrete Massnahmen könnten aber erst nach Einsicht des Papiers durch das Bundesamt für Gesundheit sowie der Anhörung von Meinungen der Politik- und Wirtschaftsvertreter eingeleitet werden.
Experten fordern nicht erst seit heute dringend die Überarbeitung der Schweizer Suchtpolitik, um bei den internationalen Leitbildern wieder vorne mit dabei sein und bei der Präventionsarbeit weiterhin Pionierarbeit leisten zu können.
Erster Kommentare des Bundesamtes für Gesundheit nach Sichtung des Leitbildes: „Das Leitbild ist eine Steilvorlage", sagte BAG-Direktor Pascal Strupler. Es gehe nun darum, die Balance zwischen allen Vertretern - gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen und gesundheitspolitischen – zu finden.
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