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Sie sind hier: Fokus » Nikotinsucht 11. Februar 2012
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Lungenkrebs: Hormontherapie erhöht Sterberisiko bei Frauen
 
Am diesjährigen Jahrestreffen der amerikanischen Krebsgesellschaft stellten Forscher neue Daten der grossen WHI-Studie vor. Demnach wird bei Frauen nach den Wechseljahren das Sterberisiko bei Lungenkrebs durch eine Hormontherapie erhöht.

Frau Rauchen
 
Bis heute befasst sich die Women’s-Health-Initiative-(WHI-)Studie unter anderem mit den Risiken der Hormontherapie nach den Wechseljahren auf das Herz-Kreislauf- sowie das Brustkrebsrisiko. Zusätzlich wurde jetzt das Lungenkrebsrisiko unter einer Hormontherapie bei 16'608 gesunden Frauen nach der Menopause untersucht.

 

Die Frauen bekamen entweder ein Kombinat von Östrogen und Progesteron oder ein Placebo (Scheinmedikament). Nach durchschnittlich 5.4 Jahren Behandlung und nach weiteren 2.4 Jahren Beobachtung war das Lungenkrebsrisiko in beiden Gruppen etwa gleich hoch. Beim Sterberisiko allerdings gab es einen grossen Unterschied: 67 der Hormonbehandelten, welche einen Lungenkrebs entwickelt hatten, starben nach Ablauf des Zeitraumes; in der Placebogruppe waren es nur 39. Bei den Raucherinnen war die Sterberate bei den Hormonbehandelten noch höher: 3.4%, gegenüber 2.3% mit Plazebo.

 

„Es ist insbesondere bei Raucherinnen, die eine Hormontherapie nach der Menopause erwägen, auf diese Ergebnisse zu achten und sie auf diese Gefahr hinzuweisen“, so der Studienleiter.

 

Lungenkrebs ist in den USA bei Frauen heute die häufigste krebsbedingte Todesursache; in Westeuropa steht Lungenkrebs nach Brustkrebs an zweiter Stelle der Krebstodesfälle bei Frauen. Ursachen für diese Entwicklung sind die starke Zunahme an Raucherinnen in den letzten Jahrzehnten, fehlende Früherkennungsmöglichkeiten und die sehr schwierige Therapierbarkeit von Lungenkrebs.

 


Rosenfluh Publikationen Gynäkologie Nr.4 2009

09.09.2009 - dzu


 

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