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Jedes Jahr würdigt die Krebsliga Schweiz Personen und Organisationen für ihre ausserordentlichen Verdienste bei der Erforschung, Prävention, Früherfassung und Bekämpfung von Krebs sowie für ihr grosses Engagement zu Gunsten krebsbetroffener Menschen. Dieses Jahr finden die feierlichen Preisverleihungen anlässlich der Krebsliga-Konferenz in der Villa Sassa in Lugano statt.
Für Fortschritte in Prävention, Erforschung und Behandlung von Darmkrebs Der mit 10'000 Franken dotierte Krebspreis geht an den emiritierten Professor und Arzt Urs Metzger. Mit der Auszeichnung würdigt die Krebsliga sein Engagement als Präsident der Krebsliga Schweiz von 1995 bis 1998 sowie seinen unermüdlichen Einsatz, um Krebs besser zu erforschen, zu verhindern und zu behandeln. Bis 2010 war Prof. Dr. med. Dr. h.c. Metzger Chefarzt der Chirurgischen Klinik und Medizinischer Direktor des Zürcher Stadtspitals Triemli.
Mit Vehemenz hat sich der renommierte Experte in den letzten Jahren für die Früherkennung des Kolonkarzinoms eingesetzt. Denn mehr als die Hälfte der Patientinnen und Patienten haben zum Zeitpunkt der Diagnose bereits Metastasen und benötigen deswegen eine intensive Therapie. «Mit dem Darmkrebs-Screening-Programm der Krebsliga Schweiz wäre dieses Problem weitgehend vermeidbar. Durch eine regelmässige Früherkennung ab 50 Jahren mittels Stuhlbluttest oder Darmspiegelung könnten wir die Krankheit viel früher diagnostizieren und damit viel schonender und erfolgreicher behandeln», fasst Metzger seine Motivation zusammen.
Jahrzehntelanger Einsatz für die Krebsbekämpfung in der Schweiz Mit der Krebsmedaille geehrt wird in diesem Jahr Prof. Dr. med. Giorgio Noseda, der von 1989 bis 1992 als Präsident die Geschicke der Krebsliga Schweiz leitete. Auf vielfältige Weise hat sich der Tessiner Kardiologe jahrzehntelang für die Krebsbetroffenen in unserem Land eingesetzt. Noseda war Mitbegründer, Vorstandsmitglied und Präsident einer Reihe von Krebsbekämpfungsorganisationen: der Stiftung Krebsforschung Schweiz, Oncosuise, der Stiftung Biobank Suisse sowie dem Nationalen Institut für Krebsepidemiologie und -Registrierung (NICER), das er aktuell präsidiert. Noseda war auch ein begnadeter Fundraiser: Ihm ist das «Haus der Krebsliga» an der Effingerstrasse 40 in Bern zu verdanken.
Experten schätzen, dass ca. 30 bis 50% der Tumorerkrankungen vermeidbar wären. Deshalb ist es gemäss Giorgio Noseda wichtiger denn je, in die Gesundheitsförderung, die Krebsprävention und die Früherkennung zu investieren. «Basis für eine nationale Strategie gegen Krebs sind genaue epidemiologische Daten, wie sie die kantonalen Krebsregister in Zusammenarbeit mit dem NICER erheben. Diese Anerkennung gibt mir neue Energie und Enthusiasmus, für ein flächendeckendes Krebsregister zu kämpfen, das alle an Krebs erkrankten Menschen in der Schweiz erfasst», betont Noseda.
Im Dienste von Menschen mit Prostatakrebs
Die Westschweizer Patientenvereinigung PROSCA unterstützt seit Jahren Männer, die von Prostatakrebs betroffen sind, sowie ihre Angehörigen. Ihr Hauptaugenmerk gilt der Aufbereitung von verständlichen und zuverlässigen Informationen zum Thema Prostatakrebs. Dank PROSCA haben Männer mit Prostatakrebs die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen, sich von unabhängiger Seite zu informieren und damit ihre Autonomie zu stärken. Die Organisation setzt sich zudem ein für eine sinnvolle Früherkennung, für die psychosoziale Unterstützung Betroffener, Verbesserungen in der Behandlung und damit der Lebensqualität erkrankter Menschen.
Für ihr Engagement wird PROSCA mit dem diesjährigen Anerkennungspreis der Krebsliga Schweiz ausgezeichnet. PROSCA-Präsident Dr. med. Vincent Griesser, zeigt sich hocherfreut über den mit 5 000 Franken dotierten Preis: «Er ermutigt uns, unser Engagement für Patienten mit Prostatakrebs weiterzuführen. Wir sind sehr froh über die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit der Krebsliga und weiteren Organisationen – denn gemeinsam sind wir stark!» |