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Sie sind hier: Fokus » Prostatakrebs » Aktuell 23. Mai 2012
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PSA-Test: Wird damit die Sterblichkeit gesenkt?
 
PSA-Tests gehören zum Prostatakrebs-Früherkennungsprogramm. Ob diese Tests tatsächlich die Sterblichkeit senken, diskutierten Experten an der Krebstagung im Oktober in Bern.

 
Zurzeit gibt es drei Hauptbehandlungsmethoden: Der chirurgische Eingriff, die Radiotherapie (Bestrahlung) oder die so genannte „active surveillance“ (aktive Beobachtung).

 

Welche Methode bessere Überlebensprognosen bringt, ist nicht klar, da grosse Studien dazu fehlen.

 

Ob regelmässige PSA-Tests die Sterblichkeit verringern, kann nicht beantwortet werden. Sicher ist, dass damit der Krebs um fünf bis 10 Jahre früher entdeckt wird als durch rein körperliche Untersuchungen. Und: Mit dem PSA-Test werden generell langsam wachsende Tumore eher entdeckt als rasch wachsende, welche aber in der Regel eher weniger bösartig sind. Ein zusätzliches Problem sind die Überdiagnosen. Das sind Diagnosen, welche im Laufe des Lebens wahrscheinlich nie zu Problemen geführt hätten. In Zahlen: Aktuell wird geschätzt, dass 40 bis 60 Prozent der Prostatakrebse, welche durch PSA-Tests festgestellt wurden, Überdiagnosen sind.

 

Zahlen zur Sterblichkeit: Bei einer Studie mit 14-jähriger Beobachtungszeit betrug die Reduktion der Sterbefälle dank regelmässigen Vorsorgeuntersuchungen 44% (44 von 10‘000 Männern mit und 78 von 10‘000 Männern ohne systematische Vorsorgeuntersuchungen verstarben an Prostatakrebs).

 

Laut den Experten fehlen vor allem aber auch Studien zur Lebensqualität; das heisst, zur Frage, wie gut die Männer mit und ohne einer spezifischen Behandlung ihr Leben geniessen können. Studienresultate dazu könnten zur Entscheidungsfindung viel beitragen. 


Krebsliga Schweiz

01.01.2011 - dzu


 

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