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Sie sind hier: Fokus » Stress 11. Februar 2012
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Herzneurosen: Wenn psychische Probleme Herzbeschwerden machen
 
Herzbeschwerden sind nicht immer nur auf krankhafte Veränderungen des Herzens zurück zu führen, auch seelische Gründe können dafür verantwortlich sein. Mit gezielten Therapien lassen sich oft deutliche Verbesserungen bewirken, denn Herzneurosen sind ernst zu nehmen.

 
Die Symptome seien dabei ähnlich wie jene bei einer organischen Erkrankung: Herzrasen, Herzstolpern, Atemnot und Brustschmerzen. Bei den oft notfallmässigen ärztlichen Untersuchungen lassen sich jedoch keine organischen Veränderungen finden, die solche Beschwerden erklären könnten.

 

Aus Angst daran zu sterben pilgern viele Betroffene von Arzt zu Arzt. In solchen Fällen lasse sich oft eine Herzneurose erkennen, berichtet Thomas Meinertz, Vorstandsmitglied der Deutschen Herzstiftung.

 

Die Herzneurose wird zu den Angsterkrankungen gezählt und hat eine psychische Ursache. Aber auch bei organischen Herzerkrankungen, wie etwa nach einem Herzinfarkt, kann sich zusätzlich eine Herzneurose entwickeln, unter der die Patienten oft sogar mehr leiden als unter der ursprünglichen Herzerkrankung.

 

Im besten Falle sollten Allgemeinmediziner, Internisten oder Kardiologen, die meist aufgrund der Beschwerden zuerst aufgesucht werden, die Herzneurose erkennen und den Patienten einem Psychotherapeuten oder Psychosomatiker zuführen. Für die Behandlung der Herzneurose stehen mehrere Verfahren zur Verfügung, die auch oft kombiniert werden.

 

Erst kürlich haben amerikanische Forscher festgestellt, dass heftige Emotionen zu Herzrhythmusstörungen führen können. Dies konnten sie bei Patienten mit implantierten Defibrillatoren, die ihre Emotionen in einem Tagebuch festgehalten hatten nachweisen. Demnach führen emotionale Stresssituationen oder heftige Gefühlsausbrüche wie Aggressionen oder Streit zu unregelmässigen Herzschlägen.

 

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pte

12.08.2005 - gem


 

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