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Sie sind hier: Fokus » Wechseljahre » Aktuell 23. Mai 2012
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Wechseljahre: Trotz Nahrungsergänzung erhöhtes Anämie-Risiko
 
Bei Frauen nach den Wechseljahren (postmenopausal) wird häufig eine Anämie (Blutarmut) festgestellt, wie eine Analyse zeigt. Grund: Meist sind es Ernährungsmängel, welche auch durch Nahrungsergänzungsmittel nicht ausgeglichen werden können.

 
Die Analyse stammt aus Daten der grossen Women's Health Initiative (WHI), welche unter anderem gesundheitliche Aspekte wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Osteoporose an älteren Frauen untersucht.

 

90‘000 Frauen im Alter zwischen 50 und 79 wurden während 9 Jahren regelmässig zu ihren Ernährungsgewohnheiten befragt, respektive wurde deren Ernährungstagebuch analysiert. Die Forscher suchten Hinweise dafür, warum bei Frauen mit zunehmendem Alter häufig eine Anämie (Blutarmut) festgestellt wird.

 

Es zeigte sich, dass bei vielen Frauen drei wichtige Ernährungsfehler vorlagen: Zu geringe Zufuhr von Eisen, Vitamin B12 und Folsäure. Mit diesem Mangel steigt das Anämie-Risiko um 10 bis 20%.

 

Ausserdem stellten die Forscher fest, dass die geringe Zufuhr von Kalorien, Proteinen, Vitamin C und rotem Fleisch das Anämie-Risiko ebenfalls erhöhte. Eine Anämie war definiert als Hämoglobinwert (Blutfarbstoff) unter 12.0g/dl; dies war bei 5.5% aller Teilnehmerinnen der Fall.

 

Erstaunt hat die Forscher, dass die häufige Gewohnheit der US-Amerikanerinnen, sich Multivitamine und Nahrungsergänzungsmittel zu gönnen, diesen Mangel nicht ausglich.

 

Mehr zum Thema


Journal of the American Dietetic Association (2011)

29.03.2011 - dzu


 

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