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Gebackener Fisch schützt vor Schlaganfall
 
Fisch ist gesund, das weiss man. Amerikanische und Finnische Forscher belegen neu mit einer Studie, dass insbesondere der Verzehr von gebackenem Fisch die Gefässe im Hirn und damit vor Schlaganfall und Demenz schützt. Die Resultate wurden in der Zeitschrift Neurology publiziert.

Fischplatte
 
Das Forscherteam untersuchte über 3'600 Menschen, alle über 65-jährig.

 

Mittels MRT (Magnetresonanztomographie) durchsuchten sie das Hirn auf Verletzungen (sogenannte ''stumme Mikroinfarkte'' und andere kleine Schäden) hin.

 

Etwa bei 20% aller älteren Menschen finden sich solche Läsionen. Mikroinfarkte entstehen durch kleinste Durchblutungsstörungen im Gehirn, die vom Betroffenen gar nicht bemerkt werden. Im Laufe der Zeit können diese  zunehmen, Gedächtnisprobleme verursachen oder sogar zu einem Schlaganfall führen.

 

Viel Fisch ist gesund fürs Gehirn

In der Studie wurden die Teilnehmer zusätzlich zu ihrem Fischkonsum befragt. Fünf Jahre später wurde das Gehirn der Teilnehmer nochmals untersucht. Resultat: Bei den Teilnehmern, die mindestens dreimal pro Woche Fisch assen, war die Zahl der stummen Hirninfarkte um ein Viertel niedriger als bei denen, die gar keinen Fisch konsumierten. Aber schon eine Fischmahlzeit pro Woche reduzierte das Infarktrisiko um 13%.


Der Schutz kommt vom hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren, die besonders in Thunfisch, Forellen, Makrelen, Hering, Sardinen und Sardellen vorkommen.


Eine Einschränkung fanden die Forscher: Bei den Teilnehmern, die ihren Fisch gegrillt oder gebraten konsumierten, wurden etwa gleichviel stumme Hirninfarkte festgestellt wie bei den Fischabstinenzlern. Den Grund dafür vermuten die Forscher darin, dass Omega-3-Fettsäuren sich bei grosser Hitze schnell zersetzen.

 

Mehr zum Thema


Neurology (71, 2008, 439)

13.08.2008 - dzu


 

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