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Gebärmutterhalskrebs: Keine Altersgrenze für die Vorsorgeuntersuchung
 
Die heutige Meinung, dass Gebärmutterhalskrebs nach der Menopause eher selten ist, wurde durch eine neue holländische Publikation widerlegt. Sowohl bei jüngeren als auch bei älteren Frauen sollte demnach das Gebärmutterhalskrebs-Screening regelmässig stattfinden.

Frau Wechseljahre
 
Die Menopause als natürliche Altersgrenze für die regelmässige Vorsorgeuntersuchung auf Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) wird diskutiert.

 

Bei Frauen nach den Wechseljahren wird die Gefahr, dass nach mehreren Negativbefunden plötzlich krankhafte Zellen gefunden werden, tatsächlich kleiner. Wenn aber plötzlich Zellen eines Krebsvorstadiums auftreten, ist die Wahrscheinlichkeit an Krebs zu erkranken, bei älteren Frauen grösser als bei jüngeren Frauen. Unter dem Strich ist demnach die Krebspgronose bei jüngeren wie bei älteren Frauen etwa gleich hoch.

 

Am Holländischen pathologischen Institut Landelij fanden Forscher, dass das Risiko für Gebärmutterhalskrebserkrankungen in den Altersgruppen 45-54-jährig sowie 30-44-jährig etwa gleich gross war: Nach drei Negativbefunden fanden sie bei den jüngeren Frauen 41 Fälle/100'000 Frauen und bei den älteren 36 Fälle/100'000 Frauen.

 

Nach Meinung des Leiters des Gebärmutterhalskrebs-Screenings am  Erasmus Medical Center in Rotterdam kann demnach die Menopause – sprich das Alter der Frau – nicht als Kriterium für einen Stopp in der Krebsvorsorgeuntersuchung gelten.


Britischen Ärzteblatt (BMJ 2009; 338: b1354)

27.04.2009 - dzu


 

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