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Kombinierte Hormonersatztherapie verbessert Lebensqualität nach der Menopause
 
Frauen, die erst nach den Wechseljahren mit einer kombinierten Hormonersatztherapie beginnen, können in verschiedenen Bereichen davon profitieren. Das zeigte eine aktuelle internationale Studie, an der sich 502 Grundversorger beteiligten.

Frauen wandern
 

3’721 Frauen nach der Menopause im Alter von 50 bis 69 Jahren erhielten für ein Jahr entweder Östrogen plus Progesteron oder ein Placebo (Scheinmedikament).

 

Die Forscher interessierten verschiedene Aspekte der körperlichen sowie der psychologischen Lebensqualität und die allgemeinen Lebenszufriedenheit.

 

Im Vergleich mit der Placebogruppe berichteten die Frauen mit Hormonersatztherapie in einigen Bereichen deutliche Verbesserungen. Es zeigten sich Verbesserungen in der Schlafqualität, bei der sexuellen Funktion, Hitzewallungen, Nachtschweiss, Scheidentrockenheit, Gelenk- und Muskelschmerzen.

 

Deutlich weniger Hitzewallungen dank kombinierter Hormonersatztherapie

Bei den Hitzewallungen meldeten die Frauen deutliche Unterschiede: Litten zu Beginn der Studie noch 30% der Hormongruppe unter Hitzewallungen, waren es am Ende nur noch 9%. In der Placebogruppe hingegen beklagten anfänglich 29% und am Ende immer noch 25% über Hitzewallungen. Dafür klagten die Frauen der Hormongruppe vermehrt über Brustspannen sowie über vaginalen Ausfluss.

 

Keine grossen Unterschiede waren bei der Häufigkeit von Depressionen, bei der allgemeinen Lebenszufriedenheit und bei anderen menopausalen Symptomen zu verzeichnen.
 
Fazit der Autoren: Frauen nach der Menopause können von einer kombinierten Hormonersatztherapie in vielen Bereichen profitieren. Die Forscher erinnern aber auch an die indiviuellen Risiken einer Hormonersatztherapie (Herz-Ereignisse, Venenthrombosen und Brustkrebs).


 


BMJ 2008; 337: a1190.

01.09.2008 - dzu


 

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