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Neue Empfehlungen zur Hormontherapie nach der Menopause
 
In den letzten Jahren ist die postmenopausale Hormontherapie – teilweise zu Unrecht - in Verruf geraten. Eine aktuelle Analyse der Literatur zeigt, dass Frauen zwischen 50 und 60 Jahren von einer zeitlich limitierten Hormontherapie nach der Menopause profitieren können.

 
 
Ein Expertenteam hat die Literatur nach Studien durchsucht, welche die Wirkungen und Nebenwirkungen der postmenopausalen Hormontherapie in Bezug auf die verschiedensten Leiden untersuchten. Dabei kamen sie zu folgender Schlussfolgerung:

 

Unangenehme Symptome der Menopause wie Wallungen, trockene Schleimhäute im Bereich der Scheide oder Blasenprobleme können durch die Hormontherapie um bis zu 90% reduziert werden. Zusätzlich profitieren Frauen von einer Prävention von Knochenbrüchen und Diabetes. Frauen, welche mit der Hormontherapie kurz nach Beginn der Menopause starten und diese 5 Jahre durchführen, haben eine bis zu 30-40% niedrigere Sterberate und tendenziell eher seltener eine Erkrankung der Herzkranzgefässe. Das Brustkrebsrisiko ist in dieser Gruppe unter einigen Kombinationspräparaten von Oestrogen und Progesteron erhöht, jedoch nicht unter Oestrogen allein. Die Risiken für Venenthrombosen, Hirnschlag und Gallenblasenentzündung sind etwas erhöht.

 

Die Studienautoren betonen, dass viele Frauen im Alter zwischen 50 und 59 Jahren, die mit der Hormontherapie kurz nach der Menopause beginnen, von einer solchen Therapie deutlich profitieren können.


Tellmed, J Clin Endocrinol Metab 2010, online Publikation 21. Juni

05.07.2010 - dde


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