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Sie sind hier: Fokus » Zecken » Aktuell 11. Februar 2012
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Zecken-Gefahr bei Reisen ins europäische Ausland
 
Vor einer Reise in nachbarschaftliche Länder, sollten Reisende im Vorfeld Informationen zu Gesundheits-Risiken einholen - insbesondere aber auch zur Zecken-Gefahr.

 
Artikel von: Amrei von Braun, med. prakt., Dissertandin am Impfzentrum der Universität Zürich und an der Klinik für Infektionskrankheiten des Unispitals.

 

Ein Risiko, das in den letzten Jahren zum Teil erheblich zugenommen hat, ist die Gefahr von Zecken gestochen zu werden.

 

Zecken sind potentielle Überträger von Infektionskrankheiten, wie Hirnhautentzündung (FSME) oder Borreliose.

 

Viele Menschen sind sich des Risikos in ihrem eigenen Land bewusst, aber wie sieht es in unseren Nachbarländern aus? Der folgende Text gibt einen kurzen Überblick über Risikogebiete in beliebten Urlaubsländern.

 

Zecken in Österreich und Deutschland

Unser Nachbarland Österreich ist von FSME-übertragenden Zecken betroffen, vor allem im östlichen Teil des Landes ist Vorsicht geboten (Graz, Neunkirchen, Klagenfurt). In Deutschland ist nur der Süden des Landes betroffen (Bayern, Baden-Württemberg). Im Norden und Osten besteht so gut wie keine Gefahr.

 

Zecken in östlichen Ländern von Europa

In Tschechien, die Slowakei, Ungarn und Slowenien gibt es benfalls Zecken. In Tschechien und Slowenien sollten Reisende im ganzen Land auf Zecken achten.In Ungarn und der Slowakei hingegen sind insbesondere die westlichen Gebiete betroffen.

 

In Osteuropa sollte man in vielen Ländern auf der Hut sein. Besonders betroffen sind die drei baltischen Staaten. In Estland, Lettland und Litauen kommen flächendeckend Zecken vor, die eine FSME übertragen können. Das gleiche gilt für den Nordosten und Osten Polens, für Weissrussland, den Oblast Kaliningrad und für den Nord-Westen der Ukraine. Weiter östlich ist die Krim betroffen.

 

Zeckengebiete im Westen und im Süden Europas

Im Westen Europas besteht weniger die Gefahr. Es gibt kleine Flecken in Frankreich, wo FSME-Zecken vorkommen (Mulhouse, Strasbourg, Nancy). Von einem echten Infektions-Risiko ist nach derzeitigem Kenntnisstand jedoch nicht auszugehen.

 

Im Süden Europas liegen gesicherte Daten für Albanien vor. Im gesamten Land kommen FSME-übertragende Zecken vor. Für Serbien liegen unterschiedliche Angaben vor, Belgrad ist ein Risikogebiet. In Italien besteht lediglich im Norden in der Gegend Florenz und Trient ein geringes Risiko. Auch Kroatien ist kaum betroffen.

 

Zecken im Norden von Europa

Im Norden Europas sollte Schweden erwähnt werden. Interessanterweise sind in Schweden hauptsächlich die südlichen Küsten betroffen, das Landesinnere hingegen nicht. In Finnland liegen Risikogebiete ebenfalls in Küstennähe und auf vor gelagerten Inseln. In Norwegen und Dänemark besteht ein sehr niedriges Risiko.

 

Wie schütze ich mich vor einem Zeckenbiss?

Zecke Haut
 

Vor Antritt der Reise sollte man sie über die Zecken-Gefahr im jeweiligen Land erkundigen und vorbeugende Massnahmen ergreifen.

 

Angemessene Kleidung mit langen Hosen und Ärmeln bieten einen gewissen Schutz. Es stehen auch verschiedene Insektensprays im Handel zur Verfügung, die gut gegen Zecken wirksam sind (z.B. „Anti Brumm“® und andere).

 

Begibt man sich in ein Risikogebiet und hat vor, dort zu wandern bzw. sich in der Natur aufzuhalten, sollte man für Schutz sorgen und sich zusätzlich abends nach Zecken absuchen.


Es empfiehlt sich auch, möglichst aktuelle Informationen zu Risikogebieten zu suchen, da sie durch Klima und andere Faktoren einem ständigen Wandel unterliegen. (Nützliche links sind unter anderem: safe-travel, fit-for-travel).

 

Ein zuverlässiger Schutz gegen FSME kann auch durch eine gut verträgliche Impfung erreicht werden. Die Impfung muss  mindestens drei Monate vor Reiseantritt begonnen werden.. Einen langjährigen Impfschutz erreicht man mit drei Impfdosen innerhalb von 6-9 Monaten. Diese FSME-Impfung wird für die erwähnten Risikogebiete empfohlen, sie schützt aber nicht vor der Borreliose.




01.03.2007 - dzu


 

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