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Sie sind hier: Fokus » Zecken » Aktuell 11. Februar 2012
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Zeckenforschung: Dank neuer Methode weniger Tierversuche
 
Forscher der Universität Neuenburg haben für die Zeckenforschung eine Methode entwickelt, dank der die Zahl der Tierversuche gesenkt werden kann. Die Forschungsarbeit wird diese Woche in der renommierten Fachzeitschrift "Pest Management Science" vorgestellt.

Am Montag stellten Thomas Kröber und Patrick Guerin die Labormethode den Medien vor. Aus Zellulose und Silikon entwickelten die beiden Forscher eine künstliche Membran, die der Haut ähnlich ist. Wenn unter der Membran Blut deponiert wird, lassen sich Zecken täuschen. Sie stechen durch die künstliche Haut, um sich an dem Blut zu laben.

 

Schneller und billiger forschen

Bis zu einer Woche saugen die Zecken von dem Blut. Genug Zeit, um umfangreiche Tests durchzuführen, die bislang mit lebenden Tieren vorgenommen werden mussten. Die neue Methode sei weniger zeit- und kostenintensiv, hiess es. Auch ist es einfacher, die Dosierung eines Anti-Zecken-Mittels genau abzustimmen.

 

Gleichzeitig können die Forscher auch beobachten, welche und wieviele Krankheitserreger die Zecken beim Saugen in die Blutbahn des Wirts abgeben.

 

Hoffnung für Kampf gegen Malaria

Die Wissenschafter versprechen sich viel von der neuen Methode, insbesondere für die Entwicklungsländer. Sie hoffen, dass die Technik auch für Forschungsarbeiten im Zusammenhang mit Infektionen durch Mückenstiche (Malaria-Forschung) oder Tsetse-Fliegen (Schlafkrankheit) angewandt werden kann.

 

Körber und Guerin wollen mit ihrer Arbeit zu einem Abbau der Tierversuche beitragen. Die Forschung wurde von der Stiftung "3R Schweiz" finanziert. Diese Instituion war anlässlich der Debatte zu den Volksinitiativen gegen Tierversuche gegründet worden. Sie wird von Interpharma, dem Verband der forschenden pharmazeutischen Firmen, unterstützt.


sda

06.11.2006 - dzu


 

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