Lebensraum und Wirtsfindung der Zecken
Zecken leben vor allem an Waldrändern, in Waldlichtungen und an waldigen Ufersäumen. Hier kommen ihre natürlichen Wirte wie Mäuse, Igel, Vögel besonders häufig vor.
Zecken brauchen ein Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit und relativ warmen Temperaturen. Deshalb sind sie im Winter nicht aktiv. Die Zeckensaison dauert im Schnitt von März bis Oktober. Abweichungen können sich aus der aktuellen Wetterlage ergeben.
Zecken lassen sich nicht, wie früher viele glaubten, von Bäumen fallen, Zecken erklettern die Vegetation, wobei Larven bis zu 25 Zentimeter, Nymphen bis zu 50 Zentimeter und erwachsene Zecken bis zu 1.5 Meter Höhe erreichen. Dort klammern sie sich mit ihren hinteren Beinpaaren fest und warten auf einen vorbeikommenden Wirt.
Um einen geeigneten Wirt zu erkennen, haben Zecken im vordersten Beinpaar ein Sinnesorgan, das Haller´sche Organ, das auf thermische und chemische Reize (Kohlendioxid, Milchsäure) des Wirtes reagiert. Von Warte- auf Lauerstellung wechselnd, hängt sie sich dann an alles, was das Blatt oder den Grashalm auf dem sie sitzt, streift.
Wird die Zecke abgestreift, sucht sie sich auf dem Wirt eine geeignete Stelle um zuzustechen. Sie bevorzugt Körperstellen mit dünner Haut, die besonders warm sind. Beim Menschen sind das speziell die Körperbereiche zwischen den Beinen, in den Kniekehlen, unter den Armen, im Nacken und am Haaransatz.
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| mediscope - rsu |
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| 13.4.2004 |
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